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Neue Wohn-Pflege-WG für jüngere Schlaganfall-Patienten in Hamburg geplant
In Hamburg-Groß Borstel entsteht mit dem Projekt „Haus für morgen“ eine neue Wohn-Pflege-Gemeinschaft für jüngere Menschen nach einem Schlaganfall. Es handelt sich nach Angaben der Initiatoren um eine der wenigen Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Bauherrin ist die Hildegard und Horst Röder-Stiftung, der Verein Haus für morgen e. V. übernimmt die organisatorische Betreuung. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Das Angebot richtet sich an Menschen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, für die es bislang kaum passende Wohn- und Pflegeformen gibt. Jährlich erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall, etwa 30.000 davon sind jünger als 55 Jahre. Viele von ihnen leben anschließend in klassischen Pflegeheimen, die häufig nicht auf ihre Lebenssituation ausgerichtet sind.
In der neuen Einrichtung sollen zehn Bewohnerinnen und Bewohner Unterstützung erhalten und gleichzeitig Perspektiven für ein möglichst selbstbestimmtes Leben entwickeln können. Ziel ist es nach Angaben des Trägers, Pflege mit Förderung und aktiver Alltagsgestaltung zu verbinden.
Ein vergleichbares Modell hat der Verein bereits 2020 in Hamburg-St. Georg umgesetzt. Dort leben derzeit mehrere Betroffene in einer betreuten Wohngemeinschaft. Mit dem zweiten Standort soll das Konzept weiter ausgebaut werden. Zugleich verweisen die Initiatoren auf Herausforderungen bei der Finanzierung und strukturellen Umsetzung solcher Angebote.
Das Richtfest für den Neubau ist für den 26. Juni geplant.
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