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Professorin wird erste Berliner Pflegebeauftragte

Wer pflegebedürftig ist oder Angehörige pflegt, hat in Berlin ab sofort eine neue Anlaufstelle. In Berlin gibt es zum ersten Mal eine Pflegebeauftragte. Prof. Dr. Sinja H. Meyer-Rötz hat die Arbeit zum 1. September offiziell aufgenommen, teilte die Senatsverwaltung für Pflege mit.

Prof. Dr. Sinja H. Meyer-Rötz Foto: privat

Das Büro ist Anlaufstelle für Anliegen und Beschwerden von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen. Auch die Stelle der Landesbeauftragten für psychische Gesundheit ist wiederbesetzt worden.

In Berlin leben nach Angaben des Landes 185.000 pflegebedürftige Menschen und rund 200.000 teils pflegende Angehörige. Die Zahl der Pflegebedürftigen, von denen der überwiegende Teil durch Angehörige und ambulante Pflegedienste betreut werde, steige Jahr für Jahr, sagte Pflegesenatorin Ina Czyborra (SPD). „Die Herausforderungen in der Pflege sind groß – für die Mitarbeitenden, aber auch für die Pflegebedürftigen und die Menschen, die sich um sie kümmern. Hier kann unsere neue Pflegebeauftragte Hilfestellung geben, aber auch bei Problemen unterstützen, die im Alltag der Menschen auftreten.“

Die Pflegebeauftragte spricht Empfehlungen aus und leitet Anliegen im Sinne einer Lotsenfunktion an die passenden Stellen weiter, teilte die Verwaltung mit. Das Angebot ist kostenfrei und erfolgt im vertraulichen Rahmen. Auf Wunsch wird auch anonym gearbeitet.

Eingehende Anfragen dienen als Grundlage für eine jährliche Berichtslegung an das Berliner Abgeordnetenhaus. So soll auf die Themen und Probleme pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer Angehörigen aufmerksam gemacht werden.