Pflegemanagement

Ruhrgebietskonferenz-Pflege erweitert Netzwerk

Nach sieben Jahren der Zusammenarbeit von Pflegearbeitgebern im Ruhrgebiet öffnet sich die Initiative „Ruhrgebietskonferenz-Pflege“ für Unternehmen aus ganz Nordrhein-Westfalen. Unter dem Namen „ZukunftPflege NRW“ soll das Netzwerk erweitert werden, um der Pflegebranche mehr Gehör zu verschaffen und konstruktive Vorschläge für Systemveränderungen einzubringen.

Ulrich Christofczik (Geschäftsführer der Evangelischen Dienste Duisburg und Sprecher der Ruhrgebietskonferenz-Pflege) Foto: Ruhrgebietskonferenz-Pflege

Laut einer Mitteilung der Ruhrgebietskonferenz-Pflege hat das Bündnis nach sieben Jahren Zusammenarbeit von Arbeitgebern aus allen Leistungsbereichen Bilanz gezogen und beschlossen, seine Aktivitäten auszuweiten. Angesichts einer Bundesregierung, „die in einem groß angekündigten ‚Zukunftspakt Pflege 2025‘ mal wieder nur über und nicht mit der Pflege spricht“, und einer Landesregierung, die „zahlreiche Versprechen aus dem Koalitionsvertrag schuldig ist“, will das Netzwerk seine Arbeit fortsetzen und intensivieren.

Öffnung für Unternehmen außerhalb des Ruhrgebiets

Die Initiative wird neben der bestehenden Ruhrgebietskonferenz-Pflege ein Netzwerk „ZukunftPflege NRW“ aufbauen. Damit sollen auch Pflegeunternehmen aus anderen Regionen Nordrhein-Westfalens eingebunden werden, die bisher in keinem eigenen regionalen Netzwerk aktiv sind. Zudem will man Unternehmen beim Aufbau eigener Netzwerke unterstützen.

Die Koordination bleibt in den Händen der Konkret Consult Ruhr GmbH. In den kommenden zwei Jahren wird das Bündnis unter der Regie des Koordinators für Organisation und Kommunikation zusammen mit Ulrich Christofczik, Geschäftsführung Evangelische Dienste Duisburg gGmbH und Sprecher der Ruhrgebietskonferenz-Pflege, als Repräsentanten weitergeführt.

Ziele und Aktivitäten für die Zukunft

Das erweiterte Netzwerk hat sich mehrere konkrete Aufgaben vorgenommen:

  • Stellungnahmen zu aktuellen pflegepolitischen Themen und Vertretung der Mitgliederpositionen
  • Organisation öffentlicher Veranstaltungen zur Präsentation der Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Pflegebranche
  • Moderation des Dialogs zur Überwindung von Systemgrenzen
  • Unterstützung bei der Akquise von Förder- und Projektmitteln
  • Ansprechpartner für Mitglieder, Interessenten, Öffentlichkeit und Politik

Die Initiative betont, dass sie ihre „Geschwindigkeit, Unmittelbarkeit, Direktheit und Meinungsschärfe“ beibehalten, gleichzeitig aber „mehr Breite und Intensität in der Beteiligung“ erreichen will.

In den vergangenen sieben Jahren hat sich die Ruhrgebietskonferenz-Pflege dafür eingesetzt, dass „Politik und Gesellschaft Pflege als leistungsstarke und innovative Branche wahrnimmt“ und hat „in schwierigen Zeiten Zusammenarbeit und Zusammenhalt organisiert“, heißt in der Mitteilung der Initiatve.