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Verhinderungspflege: Missbrauch durch mangelnde Kontrollen

Der Missbrauch von Verhinderungspflege nimmt laut Recherchen von NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung zu, da es an ausreichenden Kontrollen mangelt. Jährlich zahlten die Krankenkassen Milliardenbeträge als Erstattungsleistûng an Pflegebedürftige, deren Angehörige während einer Auszeit vertreten werden. Doch immer häufiger wird dieses System dem Bericht zufolge missbraucht, indem Geld für Pflege abgerufen werde, die niemals stattgefunden habe.

Eine Erhebung der gesetzlichen Krankenversicherer zeigt einen deutlichen Anstieg der Kosten für Verhinderungspflege, von 1,25 Milliarden Euro im Jahr 2018 auf 3,11 Milliarden Euro im Jahr 2024. Diese Entwicklung wird mit dem vermehrten Missbrauch der Pauschale in Verbindung gebracht. Foto: Adobe Stock/pusteflower9024

Laut einem exklusiven Bericht des Bundeskriminalamts werden viele dieser betrügerischen Anträge von Tätergruppen organisiert. Eine Erhebung der gesetzlichen Krankenversicherer zeigt einen deutlichen Anstieg der Kosten für Verhinderungspflege, von 1,25 Milliarden Euro im Jahr 2018 auf 3,11 Milliarden Euro im Jahr 2024. Diese Entwicklung wird in Teilen auch mit dem vermehrten Missbrauch der Pauschale in Verbindung gebracht.

Ein weiteres Problem ist eine „niedrige Prüfungsdichte“, die es den Krankenkassen erlaube, diese Zahlungen weitgehend ohne Kontrolle zu tätigen – das hat die Recherche ergeben. Thomas Gritscher, Oberstaatsanwalt in Berlin, äußert sich kritisch: Die Prüfungsdichte sei praktisch nicht vorhanden, dies führe zum Betrug.

Die Regierung hat indes beschlossen, den Betrag für Verhinderungspflege ab dem 1. Juli 2025 von 2.500 auf 3.500 Euro zu erhöhen, was laut den im Bericht zitierten Experten den Anreiz für Betrüger sogar noch steigern könnte.

Die ausführliche Berichterstattung sind auf der Website des NDR 1 Niedersachsen zu hören.

Webinar: Verhinderungspflege richtig erbringen

Alles, was Pflegedienste jetzt zur Verhinderungspflege und den Änderungen ab dem 01. Juli 2025 wissen sollten, erläutert Experte Andreas Heiber im Webinar am 16. Juni – exklusiv für Abonnenten und Abonnenten von Häusliche Pflege und care konkret.

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