Finanzierung
Modellphase für Stambulant bis Ende 2024 verlängert
Die bundesweit tätige BeneVit Gruppe hat, vier Wochen vor Fristablauf, eine erneute Verlängerung für das Modellprojekt „stambulant“ in Wyhl am Kaiserstuhl erhalten.
„Sehr knapp vor Toresschluss haben wir für unserer „stambulant“ geführtes Haus Rheinaue eine erneute Verlängerung für das Jahr 2024 erhalten. Damit geht das Projekt in das achte Jahr seiner Modellphase. Weil die Bundespolitik, aller positiven Evaluierungen zum Trotz, noch immer keine gesetzliche Verankerung geschaffen hat, wird „stambulant“ nun zum wohl längsten Modellprojekt Deutschlands. Eine zweifelhafte Freude für die Bewohner, Angehörigen und Mitarbeiter, die sich nichts mehr als Zukunftsgewissheit wünschen. Und auch für uns als Träger eine jährliche Nervenprobe“, erklärt Kasper Pfister, Gründer und Inhaber der familiengeführten BeneVit Gruppe.
Im Rahmen eines Modellprogramms nach § 45f SGB-XI zur Weiterentwicklung der stationären Altenpflege, gefördert vom GKV-Spitzenverband, wurde von der BeneVit Gruppe in Zusammenarbeit mit den Pflegekassen unter der Federführung der AOK Baden-Württemberg und dem Sozialministerium Baden-Württemberg das Konzept „stambulant“ entwickelt und im Juni 2016 dann das Haus Rheinaue in Wyhl in Betrieb genommen.
In einer begleitenden Projektegruppe waren zusätzlich die kommunalen Spitzenverbände, die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG), der Bundesverband Privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), der Landkreis und die Kommune eingebunden. Ziel des Modellprojektes ist es, stationäre Sicherheit mit der ambulanten Vielfalt zu verbinden.
Die BeneVit Gruppe werde das Jahr 2024 auch dafür nutzen, um durch eine politische Entscheidung Klarheit zu bekommen. Dies mit dem klaren Ziel, dass „stambulant“ als Regelleistung im Gesetz verankert wird. In den nächsten Wochen, so die Zusage der Berliner Bundespolitik, soll hierzu ein erarbeiteter Gesetzesvorschlag vorgelegt werden, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
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