Digital
Förderprogramm für Digitalisierung zu wenig genutzt
Die Fördermittel zur Digitalisierung in Pflegeeinrichtungen sind bislang weniger stark genutzt worden als erwartet. So macht die vdek-Landesvertretung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) darauf aufmerksam, dass lediglich 390 Förderanträge innerhalb von rund fünf Jahren eingegangen sind.
Von den eingegangenen Anträgen sind 363 und damit 93 Prozent von den Pflegekassen bewilligt worden. Antragsberechtigt sind zugelassene ambulante Pflegedienste, Pflegeheime, Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen sowie Hospize. Rund 660 dieser Einrichtungen gibt es aktuell insgesamt in Hamburg.
„Wir appellieren an die Pflegeeinrichtungen, die Fördermöglichkeiten noch stärker als bisher auszuschöpfen, um die Digitalisierung der Pflege voranzutreiben. So bleibt dem Pflegepersonal mehr Zeit für die Pflegebedürftigen“, sagte die Leiterin der vdek-Landesvertretung Hamburg, Kathrin Herbst.
Das Förderprogramm für mehr Digitalisierung in der Pflege wurde kürzlich bis 2030 ausgedehnt. Es deckt eine breite Palette an Maßnahmen ab, die zum einen Pflegekräfte in ihrem Alltag spürbar entlasten und zum anderen die Beteiligung von Pflegebedürftigen stärken soll. Unterstützt werden die einmalige Anschaffung von digitaler oder technischer Ausrüstung sowie Schulungen, die mit den Investitionen zusammenhängen.
Förderfähig zugunsten der Pflegekräfte sind zum Beispiel digitale Projekte zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation oder zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und Organisation.
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