Ambulanter Pflegemarkt

Pflegedienst Rose unter Deutschlands Top 3 beim Unternehmerinnen-Award

Franziska Schmidt aus Bad Zwischenahn wurde beim „she succeeds Award“ des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU) als einzige Vertreterin der Pflegebranche ausgezeichnet. Ihr Pflegedienst Rose zählt nun zu den drei erfolgreichsten Unternehmensnachfolgen Deutschlands.

Award-Abend am in Berlin (v.l.n.r.): Karl-Heinz Rose (ehem. Inhaber), Nina Barr (Pflegedienstleiterin), Christian Schmidt (Ehemann), Franziska Schmidt, Tim Schmidt (Sohn). Foto: VdU

Der „she succeeds Award“, verliehen unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Berliner Tipi am Kanzleramt, würdigt Frauen, die Unternehmen erfolgreich übernehmen und fortführen. Laut Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) reiht sich Franziska Schmidt damit in ein Umfeld von über 100 Bewerberinnen ein – neben Marken wie Kölln Müsli und der Sasse-Gruppe, die über 9 000 Mitarbeitende beschäftigt.

Als junge Nachfolgerin übernahm Schmidt im Alter von 27 Jahren den Pflegedienst Rose von Gründer Karl-Heinz Rose und entwickelte ihn weiter zu einem modernen, werteorientierten Unternehmen. „Dass ein ambulanter Pflegedienst in dieser Kategorie geehrt wird, ist ein starkes Signal – und ein Novum“, betonte VdU-Präsidentin Christina Diem-Puello. „Pflege ist Wirtschaft – und sie braucht mutige Unternehmerinnen wie Franziska Schmidt, die zeigen, wie man Verantwortung, Menschlichkeit und Innovation verbinden kann.“

Schmidt hat laut Quelle in den vergangenen fünf Jahren vor allem auf Digitalisierung, Mitarbeiterentwicklung und werteorientierte Führung gesetzt. Unter ihrer Leitung konnte sich der Betrieb in dieser Zeit verdoppeln. Ihr Ansatz: „Pflege, die Nähe schafft“ – für Patient:innen, Angehörige und Mitarbeitende. Diese Entwicklung, so Schmidt, sei das Ergebnis eines engagierten Teams, das den Wandel mitgetragen habe.

Auch Karl-Heinz Rose, Gründer und ehemaliger Inhaber sowie früheres Vorstandsmitglied im Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), zeigte sich gerührt über die bundesweite Anerkennung. Er betonte die Freude, sein Lebenswerk in neuen Händen weiter wachsen zu sehen. Im Rahmen der Preisverleihung nutzte die Familie Schmidt gemeinsam mit ihm die Möglichkeit zum Austausch im Hauptstadtbüro des bpa.

Für die Region Bad Zwischenahn gilt die Auszeichnung als starkes Signal – wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Sie verdeutlicht, dass Pflegebetriebe unternehmerisch erfolgreich agieren können, ohne ihre soziale Verantwortung aus dem Blick zu verlieren. Schmidt sieht die Ehrung auch als Ermutigung, die Entwicklung weiterzuführen: Ziel sei es, Menschen im Ammerland so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung zu ermöglichen – getragen von einem Team, das mit Fachkompetenz und Empathie arbeitet.