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Ein Viertel der Arbeitszeit auf der Straße: Studien zeigen Belastungen in der ambulanten Pflege
Pflegekräfte in der ambulanten Versorgung verbringen laut neuen BAuA-Studien rund ein Viertel ihrer Arbeitszeit im Auto. Die Forscher:innen fordern bessere Mobilitätskonzepte und untersuchen zugleich, wie Künstliche Intelligenz künftig die Arbeit in der Pflege erleichtern könnte.
Laut den Dresdner Forschenden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) entfällt etwa 25 Prozent der Arbeitszeit ambulanter Pflegekräfte auf Fahrten. Dieses Ergebnis entstand aus Beobachtungen von 52 Arbeitsschichten zwischen März 2023 und September 2024. Damit zeige sich, „dass das Thema Mobilität noch stärker in den Fokus des Arbeitsschutzes rücken müsse“.
Die Studie legt nahe, Fahrtrainings und digitale Routenplanung stärker einzusetzen, um Zeitdruck und Stress zu reduzieren. Auch alternative Verkehrsmittel wie der öffentliche Nahverkehr sollten berücksichtigt werden, da viele Mitarbeitende kein Auto nutzen. Das berichtet das Nachrichtenportal haufe.de
Vor-Ort-Beobachtungen statt Fragebögen
Bisherige Erhebungen beruhten häufig auf Fragebögen, die lediglich subjektive Einschätzungen abbilden. Das BAuA-Team wählte einen neuen Weg: direkte Beobachtung im Arbeitsalltag. Ziel war es, die tatsächlichen Belastungen und Abläufe präzise zu erfassen. Nur so könnten, so die Forschenden, „zielgerichtete Lösungsansätze“ für eine bessere Arbeitsgestaltung entstehen.
Künstliche Intelligenz als Chance – aber mit Risiken
Eine zweite BAuA-Studie untersuchte, wie KI die Pflege unterstützen könnte – etwa durch Telepflege, automatisierte Dokumentation oder Sturzprävention. KI könne helfen, Pflegeprozesse effizienter zu gestalten, „wenn sie richtig integriert wird“. Zugleich warnen die Fachleute vor neuen Risiken: „Ob KI den Arbeitsdruck verringert oder erhöht, hängt davon ab, wie sie in den Pflegealltag integriert wird.“
Pflegemanagements sollten daher frühzeitig Gefährdungsbeurteilungen durchführen, um technische und organisatorische Risiken zu minimieren. Ziel sei es, dass „Menschen die Technologie kontrollieren und nicht umgekehrt“.
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