Ambulanter Pflegemarkt
Euskirchen: Diakonie schließt, Marien-Hospital plant Wiedereinstieg
Die Diakonie-Station Euskirchen stellt spätestens Ende März 2026 ihren ambulanten Pflegedienst ein – Personalmangel ist der Hauptgrund. Die Stiftung Marien-Hospital kündigt an, ihren eigenen Dienst wieder aufzunehmen und die entstehende Versorgungslücke im Kreis zu schließen.
Spätestens zum 31. März 2026 wird die Diakonie-Station Euskirchen ihren ambulanten Pflegedienst einstellen. Als Hauptgrund nennt das Diakonische Werk Bonn und Region die angespannte Personalsituation: Sowohl Pflegefachkräfte als auch Führungskräfte ließen sich kaum nachbesetzen. Aktuell sei die Position der Pflegedienstleitung in Euskirchen unbesetzt. Die Versorgung der betreuten Pflegebedürftigen soll an andere Träger übergeben werden. Der Standort in Bad Godesberg bleibe von der Entscheidung unberührt.
„Wir bedauern, jetzt diesen Schritt gehen zu müssen und unterstützen aktiv eine gute Anschlussversorgung der Menschen mit Pflegebedarf“, erklärten Andrea Elsmann und Tobias Köhler, die gemeinsame Geschäftsleitung des Diakonischen Werkes.
Die Stiftung Marien-Hospital Euskirchen reagiert auf die Entwicklung mit der Ankündigung, ihren eigenen ambulanten Pflegedienst wieder aufzunehmen. Dieser war bereits bis Anfang der 2000er Jahre in Betrieb. Laut Stiftung überprüfe die Geschäftsführung derzeit sämtliche Geschäftsfelder mit dem Ziel, einen nachhaltigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Region zu leisten.
Geschäftsführer Wolfgang Schneider kündigte an, den Start des ambulanten Pflegedienstes – vorbehaltlich der rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen – früher als ursprünglich geplant umzusetzen und perspektivisch in größerem Umfang anzubieten. Hintergrund sei der hohe und weiter steigende Bedarf an ambulanter Pflege sowie aktuelle Versorgungsengpässe im Kreis Euskirchen.
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