Pflegemarkt
Diakonie Werratal geht in Immanuel Diakonie Südthüringen auf
Zwei diakonische Träger in Südthüringen haben sich zum Jahreswechsel zusammengeschlossen. Ziel der Fusion ist die langfristige Sicherung der Pflegeangebote in der Region. Seit dem 1. Januar 2026 gehört die Diakonie Werratal mit ihren Pflegeangeboten zur Immanuel Diakonie Südthüringen, einer Gesellschaft der Immanuel Albertinen Diakonie.
Der Fusionsprozess verlief vergleichsweise schnell: Laut Konzerngeschäftsführer Andreas Mende begannen die Gespräche über eine engere Zusammenarbeit erst im Dezember 2024. Innerhalb weniger Monate entstand daraus eine gemeinsame Strategie zur Sicherung der pflegerischen Versorgung in Südthüringen. Mende sprach von einem „Familienzuwachs innerhalb der diakonischen Gemeinschaft“ und verwies auf zahlreiche Abstimmungsrunden, professionelles Projektmanagement und die enge Einbindung der zuständigen Gremien.
Beide Organisationen sind laut eigener Darstellung fest in Südthüringen verwurzelt und bringen jeweils eigene Strukturen und Traditionen mit. Jürgen Roß, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Immanuel Albertinen Diakonie, verglich den Zusammenschluss mit dem Einzug in eine gemeinsame Wohnung: Jeder Partner bringe eigene Erfahrungen und Stärken mit, und es gelte nun, diese bewusst zusammenzuführen. Die kommenden Jahre würden vom „gemeinsamen Einrichten und Gestalten“ geprägt sein – mit dem Ziel, für die Menschen in der Region verlässlich da zu sein.
Pastor Thorsten Graff, Konzernbereichsleiter Seelsorge-Theologie-Ethik, betonte, dass es nicht darum gehe, Gleichheit herzustellen, sondern Unterschiedlichkeit anzuerkennen. Eine Unternehmenskultur, die Verschiedenheit berücksichtige, sei entscheidend für das Gelingen des gemeinsamen Weges.
Die Geschäftsführenden der Immanuel Diakonie Südthüringen, Alexandra Roth und Frank Lehmann, ordneten die Fusion inhaltlich ein: Diakonische Pflege bedeute, den Menschen in seiner Ganzheit zu sehen – mit Würde, Geschichte und individuellen Bedürfnissen. Christliche Werte wie Nächstenliebe und Verantwortung seien dabei kein Zusatz, sondern tragendes Fundament, gerade in wirtschaftlich und fachlich herausfordernden Zeiten.
Mende kündigte an, die Innovationskraft beider Träger bündeln zu wollen, um „gemeinsam stark, professionell und mutig“ in die Zukunft zu gehen.
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