Ambulanter Pflegemarkt
Erster Hospizdienst für junge Erwachsene startet in Berlin
Junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen fallen häufig aus der Kinder- und Jugendversorgung heraus – ohne passende Anschlussstruktur. In Berlin hat nun ein Modellprojekt gestartet, das diese Lücke schließen will: der erste ambulante Hospizdienst speziell für diese Altersgruppe.
Wie der Evangelische Pressedienst (epd) berichtet, gibt es in Deutschland bislang kein spezialisiertes Hospizangebot für junge Erwachsene. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg will mit dem Modellprojekt „TransPiz Berlin“ diese Versorgungslücke schließen. Das Projekt richtet sich gezielt an sterbenskranke junge Erwachsene und soll die bestehenden Angebote der Hospizarbeit für diese Altersgruppe bedarfsgerecht weiterentwickeln.
„Dieser neue Dienst ist ein wichtiger nächster Schritt“, sagte Sabine Sebayang, beim Humanistischen Verband zuständige Abteilungsleiterin für Hospize, laut epd. Die Initiative wird von der Deutschen Fernsehlotterie gefördert und versteht sich als Modellprojekt mit Signalwirkung über Berlin hinaus.
Auch Jürgen Dusel, Bundesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen, unterstrich die bundesweite Relevanz des Vorhabens. Junge Erwachsene fielen nicht mehr in die Kinder- und Jugendversorgung und bräuchten deshalb „eine geeignete Anschlussstruktur, die ihren Versorgungsbedürfnissen gerecht wird und sie in ihrer Selbstbestimmung unterstützt“, so Dusel. TransPiz Berlin setze genau hier an.
Für die ambulante Pflege ist das Projekt relevant, weil es eine bislang unversorgte Schnittstelle adressiert: den Übergang von der pädiatrischen Palliativversorgung in die Erwachsenenversorgung. Ob das Berliner Modell als Blaupause für andere Regionen dienen kann, dürfte sich in den kommenden Jahren zeigen. (epd)
Weitere Informationen zum Projekt gibt es beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg.
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