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G-BA verabschiedet Josef Hecken als Vorsitzenden

Der G-BA hat Josef Hecken als unparteiischen Vorsitzenden verabschiedet. Er leitete am 18. Juni seine letzte Plenumssitzung und beendete seine Tätigkeit zum 30. Juni, nachdem er das Amt seit Juli 2012 innehatte. Die Trägerorganisationen würdigten laut Mitteilung sein Engagement für eine qualitätsorientierte und unabhängige Selbstverwaltung.

Hecken-Josef Rosa Reibke/G-BA
Der G-BA hat Josef Hecken als unparteiischen Vorsitzenden verabschiedet. Foto: Rose Reibke/G-BA

Der 67-jährige Jurist hatte das Amt seit Juli 2012 inne und war zuvor Leiter des Ministerbüros im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (1991–1998), Minister für Justiz, Gesundheit und Soziales im Saarland (2004–2008) sowie Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2009–2012). Im Anschluss verabschiedeten ihn laut Mitteilung die Trägerorganisationen und würdigten sein Wirken für eine fachlich kompetente, zügige und kommunikationsstarke Selbstverwaltung.

Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, erklärte laut Mitteilung: „Die Arbeit des G-BA hat sich in erster Linie am Ziel einer qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Versorgung von Patientinnen und Patienten zu orientieren – für dieses Primat hat Herr Professor Hecken wie kein anderer gestanden.“

Unabhängigkeit im Fokus

Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV, erklärte nach Angaben des G-BA, Hecken habe „mit Vehemenz und Verve die Unabhängigkeit des G-BA gegen ‚politische Opportunität‘ verteidigt“. Er fügte hinzu, Hecken habe zugleich „die gemeinsame Selbstverwaltung zum Erfolg verpflichtet“.

Martin Hendges, Vorsitzender des Vorstands der KZBV, betonte nach Angaben des G-BA, Hecken habe als Vorsitzender des Unterausschusses Zahnärztliche Behandlung eine präventionsorientierte Richtlinie für Parodontitis und die Versorgung vulnerabler Gruppen maßgeblich gestaltet. „Seine Arbeit zeigt, was eine lösungs- und versorgungsorientierte Selbstverwaltung zum Wohle der Patientinnen und Patienten erreichen kann“, so Hendges.

Die hessische Staatssekretärin Sonja Optendrenk (CDU) soll Ende Juni 2026 den unparteiischen Vorsitz im wichtigsten Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung übernehmen.