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Niedersachsen: Stiftung Altenpflegeausbildung startet neue Nachwuchsprojekte

Die niedersächsische Stiftung „Zukunft der Altenpflegeausbildung“ hat auch für 2025 und 2026 mehrere Projekte zur Fachkräftesicherung auf den Weg gebracht. Dazu gehören eine landesweite Medienkampagne, der Ausbau regionaler Nachwuchsnetzwerke und ein Modellprojekt zum Freiwilligen Sozialen Jahr in der Pflege. Damit soll dem drohenden Fachkräftemangel in der Altenpflege entgegengewirkt werden.

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Die niedersächsische Stiftung Zukunft der Altenpflegeausbildung finanziert 2025 und 2026 Medienkampagne, Netzwerke und FSJ-Projekt für Pflegenachwuchs. Foto: AdobeStock/E.Zacherl

Die Stiftung wurde 2012 per Landesgesetz als rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts errichtet. Sie verwaltet Mittel der ehemaligen niedersächsischen Altenpflegeumlage, um die Attraktivität der Pflegeausbildung zu steigern, Nachwuchskräfte zu gewinnen und dem demografisch bedingten Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 2019 wurde sie in eine Verbrauchsstiftung umgewandelt. Seitdem kann laut Stiftung auch das zuvor geschützte Stiftungsvermögen in Höhe von zehn Millionen Euro für den Stiftungszweck eingesetzt werden. Geschäftsführer ist seit 2020 Holger Steinwede.

Medienkampagne für Pflegeberufe vorbereitet

Das Kuratorium der Stiftung hat eine Medienkampagne für den Assistenz- und Fachkraftberuf in der Pflege beschlossen. Grundlage ist ein Konzept der Firma klartxt. Den Zuschlag im europaweiten Vergabeverfahren erhielten im Mai 2026 die Arbeitsgemeinschaft Kochstrasse – Agentur für Marken GmbH sowie die masterplan media GmbH & Co. KG. Aktuell werde die Kampagne in Abstimmung mit der Geschäftsführung vorbereitet, so die Stiftung.

Seit November 2025 führt die contec GmbH ein Projekt zur Verstetigung und Entwicklung von Nachwuchsnetzwerken in der Pflege durch. Ziel sei es laut Stiftung, in bis zu sieben Standorten in Niedersachsen nachhaltige Netzwerke aufzubauen und bestehende Strukturen zu sichern. Zwischen 2022 und 2024 waren im Vorgängerprojekt care4future® bereits fünf Netzwerke in den Regionen Aurich, Diepholz, Emsland, Goslar und Rotenburg entstanden. Sie verknüpfen allgemeinbildende Schulen, Pflegeschulen und Praxiseinrichtungen systematisch miteinander.

FSJ für junge Menschen mit Förderbedarf

Im Jahr 2026 finanziert die Stiftung zudem das Projekt „FSJ Pflege für junge Menschen mit Förderbedarf“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen. Das Modellprojekt soll Jugendlichen mit Förderbedarf nach Angaben der Stiftung einen niedrigschwelligen Einstieg in pflegerische Berufe ermöglichen. Bei Interesse können Teilnehmende im Anschluss eine Ausbildung in ihrer Einsatzstelle beginnen.