Finanzierung

Ambulante Pflege: Blick auf Dänemark lohnt sich

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) und der Paritätische in Schleswig-Holstein fordern eine Stärkung der ambulanten Hilfs- und Pflegeangebote, um die teurere stationäre Versorgung zu vermeiden.

Michael Selck Vorstandsvorsitzender der AWO Schleswig-Holstein Foto: AWO Schleswig-Holstein

Es lohne ein Blick nach Dänemark, wo viele Entscheidungen auf kommunaler Ebene getroffen würden, so die Landesvorsitzenden beider Verbände, Michael Selck und Michael Saitner. Selck nannte das Beispiel von Bezirkssozialarbeitern. Das sei ganz niedrigschwellige soziale Arbeit, um rechtzeitig zu entdecken, an welcher Stelle professionelle Unterstützung gebraucht werde.

Eine zunehmende Reglementierung sei ein Zeichen von Misstrauen des Staates gegenüber der Wohlfahrt. „Unsere klare Haltung ist, dass wir uns dieses Misstrauen und diese Überbürokratisierung schlicht nicht mehr leisten können“, sagte Saitner. Das gelte gleichermaßen für Pflege, Kita, Jugendhilfe und Beratungsstrukturen. Außerdem sei zu befürchten, dass in der schwierigen Haushaltslage zuerst bei Sozialausgaben gespart werde. (dpa)