Ambulanter Pflegemarkt
AWO Köthen: DRK verhandelt über Übernahme wesentlicher Einrichtungen
Rund drei Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über den AWO Kreisverband Köthen e.V. gibt es laut Insolvenzverwalter Dr. Christian Heintze von der Sanierungskanzlei BBL Brockdorff konkrete Verhandlungen mit dem DRK Kreisverband Köthen über eine Übernahme wesentlicher Geschäftsteile. „Mit der geplanten Übernahme kann ein wesentlicher Teil der Einrichtungen des AWO-Kreisverbandes Köthen seine Arbeit unter dem Dach eines neuen und erfahrenen Sozialträgers fortsetzen“, so Heintze.
Der AWO Kreisverband hatte Anfang Dezember 2025 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Ende Januar 2026 wurde Dr. Heintze zum Insolvenzverwalter bestellt. Die wirtschaftliche Schieflage geht laut der Mitteilung auf zwei Faktoren zurück, die auch viele andere Sozialträger unter Druck setzen: stark gestiegene Kosten für Energie und Personal einerseits, deutlich sinkende Auslastung der Kitas infolge rückläufiger Geburtenzahlen andererseits.
Neben den Kitas prüft der DRK Kreisverband Köthen laut Vorstand Katja Ulrich auch die Übernahme des geschützten Wohnens mit derzeit 13 Bewohner:innen. „Uns ist es ein besonderes Anliegen, den Bewohnerinnen und Bewohnern die Verlässlichkeit ihrer vertrauten Umgebung zu bewahren“, sagte Ulrich.
Der mobile Pflegedienst des AWO-Kreisverbands ist laut der Mitteilung nicht vom Insolvenzverfahren betroffen. Dennoch soll auch dieser Bereich Teil einer Vereinbarung mit dem DRK werden. An den Beschäftigungsverhältnissen der Mitarbeitenden und am laufenden Pflegebetrieb ändere sich dadurch nichts.
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