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Bayern: „Fast Lane“-Verfahren für ausländische Fachkräfte beschleunigt Anerkennungsverfahren
Bayern will die schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ausweiten. Das „Fast Lane“-Modell für Pflegekräfte habe sich bewährt, so Ministerin Gerlach. Künftig sollen auch andere Berufe profitieren.
Bayern will mit einer generellen Fast Lane für viele Berufe die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse deutlich beschleunigen. Eine zwei Jahre dauernde Testphase nur für Pflegeberufe sei vielversprechend verlaufen – die Verfahren seien um 50 Prozent beschleunigt worden, obwohl die Zahl der Anträge um 33 Prozent nach oben gegangen sei, sagte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München.
Die Grünen bezeichneten den Schritt als „überfällig“. Nach den Pflegeberufen sollen nun auch andere Gesundheitsberufe, darunter etwa Physiotherapeuten, Ärzte und Zahnärzte, aber auch Fahrlehrer nach den beschleunigten Verfahren abgewickelt werden. Das Prinzip laute: „Ein Beruf, eine Anerkennungsstelle.“
Anerkennung in 1.000 Fällen erteilt
Bei der Fast Lane für Pflegeberufe seien seit 2023 rund 10.000 Anträge von Bewerbern vom Landesamt für Pflege bearbeitet worden. In 1.000 Fällen sei eine Anerkennung erteilt worden. Die große Zahl der bisher nicht anerkannten Bewerbungen erkläre sich durch unvollständig abgegebene Unterlagen, die noch nachgereicht werden müssten.
Das Landesamt arbeite eng mit der Zentralen Stelle für Einwanderung von Fachkräften (ZSEF) zusammen, die für die Einreiseformalitäten zuständig ist. Diese ist bei der Regierung von Mittelfranken angesiedelt. Die bayerische Fast Lane betrifft vor allem jene Berufe mit einer staatlichen Anerkennung auf Landesebene, vor allem im Gesundheitsbereich.
Die Industrie- und Handelskammern (IHK) haben ihre Anerkennungsverfahren für Ausländer bereits bundesweit zentralisiert. Die Handwerkskammern haben dies über ein Leitkammer-System bewerkstelligt. Einzelne Kammern nehmen sich Bewerbern aus bestimmten Ländern an – die Handwerkskammer für München und Oberbayern ist etwa für Bewerber aus Kroatien, Slowenien, Syrien und der Türkei zuständig. Aus der Wirtschaft kam Zustimmung.
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