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Erste Tagesförderstätte für neurologisch Erkrankte mit Vergütungsvereinbarung startet in Brandenburg
Mit dem Start einer neuartigen Tagesförderstätte für neurologisch erkrankte Patient:innen schließt die TIW Therapeutisch Intensives Wohnen GmbH eine Versorgungslücke: Erstmals wurde dafür in Deutschland eine Leistungs- und Vergütungsvereinbarung mit dem Sozialhilfeträger abgeschlossen.
Der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege (B.A.H. e.V.) zufolge hat die TIW GmbH „als erste Pflegeeinrichtung in Deutschland“ eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen. Damit erhält das Angebot eine finanzielle und strukturelle Grundlage, die als Vorbild für weitere Einrichtungen dienen könnte. Der Verband spricht von einem „einmaligen Erfolg“ für die Mitgliedseinrichtung.
Angebot für Menschen ohne Zugang zum Arbeitsleben
Die Tagesförderstätte hat zum 1. Juli 2026 nach rund viereinhalb Jahren Planungszeit eröffnet und bietet Platz für bis zu zwölf Tagesgäste. Sie richtet sich insbesondere an erwachsene Patient:innen mit neurologischen Erkrankungen, „die nicht oder nicht mehr an Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben teilnehmen können“, wie Geschäftsführerin Judith Daniel erklärt. Ziel sei es, diesen Menschen „eine sinnvolle Tagesstruktur zu stellen“ und zugleich soziale Teilhabe zu ermöglichen.
Die Einrichtung im Landkreis Teltow-Fläming setzt dabei auf eine „charakterlich häusliche Umgebung mit hohem pädagogischem Förderanteil“. Gleichzeitig sollen Angehörige stärker einbezogen werden und Mitsprachemöglichkeiten bei der Alltagsgestaltung erhalten.
Steigender Bedarf in Brandenburg
Hintergrund des neuen Angebots ist laut Pressemitteilung ein wachsender Bedarf: Seit Jahren steige die Zahl der Empfänger:innen von Eingliederungshilfe im Land Brandenburg. Die Tagesförderstätte soll daher nicht nur regional, sondern auch für umliegende Landkreise wie Dahme-Spreewald, Oder-Spree oder Potsdam-Mittelmark eine Versorgungslücke schließen.
Auch der B.A.H. bewertet das Projekt als wichtigen Impuls für die Branche. Geschäftsführer Frank Twardowsky betont: „Dieser Erfolg zeigt, welches Potenzial in unserer Profession steckt und wie wichtig engagierte Unternehmungen und Fachkräfte für die Weiterentwicklung unseres Berufsbildes sind.“
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