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Künstliche Intelligenz in der Pflege: Vorteile konkret nutzen

Künstliche Intelligenz (KI) wird immer mehr zum elementaren Bestandteil unseres Lebens. Das betrifft auch die Pflege. Umso wichtiger, die Vorteile von KI konkret zu nutzen – als Unterstützung, nicht als Ersatz für menschliche Arbeit.

Eine Grafik symbolisiert künstliche Intelligenz.
Der Einsatz von Spracherkennung und -steuerung in der Pflege wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. Bild: Designsprache - AdobeStock.

Eigentlich sei die der Begriff „Künstliche Intelligenz“ grundsätzlich ein wenig irreführend, erklärt Thomas Althammer, Geschäftsführer von Althammer & Kill, in der Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift „Häusliche Pflege“.

Tatsächlich, so der Digitalexperte, treffe der Begriff „Machine Learning“ die Funktionsweise von KI deutlich besser. KI könne zwar Texte erzeugen, Bilder malen, Musik komponieren und vieles Weitere – und das in beeindruckender Qualität. Allerdings: „All das geschieht jedoch nicht dank eigener Intelligenz, Empfindungen oder eines Gewissens, also die Attribute, die eine menschliche Intelligenz ausmachen, sondern durch Wiedergabe von wahrscheinlichen Verknüpfungen in großen Datenmengen“, so Althammer.

In der Pflege würden schon heute viele Funktionen auf Grundlage „Maschinellen Lernens“ genutzt, ohne dass das den meisten wirklich bewusst sei: „Zum Beispiel erleichtern Routen- und Tourenplaner die Organisation in der ambulanten Pflege“, erklärt der Experte.

„Die Auswertung der Verkehrslage bei Google Maps und anderen Anbietern basiert auf Algorithmen mit KI-Anteil. Wenn wir diese Daten mit Einsatzplänen kombinieren, lässt sich der Ressourcen-Einsatz weiter optimieren, indem Hausbesuche so geplant werden, dass sie bestmöglich auf die Verkehrslage, den Dienstplan, aber auch die Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt sind.“

Dokumentation, Kommunikation und Zusammenarbeit

Für Pflegende ergäben sich zudem Erleichterungen insbesondere in der Dokumentation, Kommunikation und Zusammenarbeit. Erste Einrichtungen und Dienste hätten beispielsweise gute Erfahrung mit Spracherkennung über Smartphones gesammelt, die das gesprochene Wort direkt in die Patientenakte überträgt. Eine weitere Entlastung sei im Bereich der Robotik denkbar. Zwar seien humanoide Pflegeroboter noch Zukunftsmusik – selbstfahrende Essenswagen, die allein den Weg von der Küche in den Wohnbereich fahren, seien in der stationären Pflege aber durchaus zeitnah denkbar.

„Ob wir diese schöne neue KI-Welt mögen oder nicht – sie wird nicht mehr verschwinden und ein elementarer Bestandteil unseres Lebens werden“, betont Althammer. Umso wichtiger sei es, Kolleginnen und Kollegen aller Altersstufen mitzunehmen und auf diese neue Welt vorzubereiten: „Wir brauchen ein kollektives Verständnis dafür, dass KI Grenzen hat und wir die Vorteile von KI zu unserem Wohle nutzen sollten – als Unterstützung und nicht als Ersatz für menschliche Arbeit in der Pflege.“

Lesen Sie den ganzen Beitrag in der Novemberausgabe der Fachzeitschrift „Häusliche Pflege“.