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Neues Notrufarmband erhält 8,5 Millionen Euro Investition

Das Soester Start-up Gardia hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 8,5 Millionen Euro abgeschlossen, wie das Handelsblatt berichtet. Das Unternehmen entwickelt ein smartes Notrufarmband speziell für Senioren, das mit künstlicher Intelligenz Stürze erkennt und im Notfall automatisch Hilfe ruft.

Foto: microsynetics Das Soester Gründerduo Michael Hummels und Marlon Besuch.

as wasserdichte schwarze Armband verzichtet bewusst auf komplizierte Funktionen. „Ein Knopf, vier LEDs, das war’s, kein Schnickschnack“, beschreibt Mitgründer Marlon Besuch das mit dem European Design Award 2025 ausgezeichnete Konzept. Die Akkulaufzeit beträgt 21 Tage – auch bei permanent aktiver Sturzerkennung.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Hausnotrufsystemen soll das Gardia-Armband auch außerhalb der eigenen vier Wände funktionieren. Die Position wird über GPS, Mobilfunk und WLAN bestimmt, sodass im Notfall schnell Hilfe geleistet werden kann.

Zuverlässige KI-Technologie

Das Herzstück des Systems ist eine selbst entwickelte KI-Technologie zur Sturzerkennung. Diese analysiert Beschleunigungsdaten, Winkelbewegungen und Luftdruck. Laut Unternehmen erkennt das System Stürze in 96 Prozent der Fälle korrekt. Nutzer können auch selbst den Notrufknopf drei Sekunden lang drücken, wenn sie einen drohenden Sturz bemerken.

Expansionspläne nach Series-A-Finanzierung

Die kürzlich abgeschlossene Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 8,5 Millionen Euro wurde vom europäischen Wagniskapitalgeber Peak angeführt, berichtet das Handelsblatt. Beteiligt sind auch Amberra, Butterfly & Elephant sowie die bestehenden Investoren Bonventure, Dieter von Holtzbrinck Ventures und Beurer.

Mit dem frischen Kapital plant Gardia, sein B2B-Geschäft auszubauen und an der nächsten Generation seines Notrufsystems zu arbeiten. Die aktuelle Version nutzt noch den 2G-Mobilfunkstandard, die Nachfolgeversion soll mit 4G ausgestattet werden.