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Pflege-Start‑up myo startet KI-Pilotprojekt im neuen Agentic AI Hub des Digitalministeriums
Das Pflege-Start-up myo gehört zu den bundesweit ausgewählten Innovationspartnern im neuen „Agentic AI Hub“ des Digitalministeriums, der gestern startete. Aus rund 600 Bewerbungen wurden 18 Pilotprojekte ausgewählt, in denen autonome KI-Agenten Verwaltungsprozesse beschleunigen sollen. Myo will gemeinsam mit Sozialträgern und Kommunen den Antragsprozess der Sozialleistung „Hilfe zur Pflege“ modernisieren.
myo als Innovationspartner: KI-Tool für Pflegeanträge
Unter den ausgewählten Projekten befindet sich auch das Pflege-Start-up myo, das gemeinsam mit Sozialträgern und Kommunen den Antragsprozess der Sozialleistung „Hilfe zur Pflege“ modernisieren will. Das Web-Tool formfix führt Antragstellende strukturiert durch den komplexen Prozess, prüft Angaben automatisiert auf Vollständigkeit und Plausibilität und bündelt alle Unterlagen für die Verwaltung. Dadurch sollen Bearbeitungszeiten sinken und Erstattungen schneller erfolgen.
Zu den Projektpartnern gehören die Diakonie Michaelshoven, die Stadt Köln, der Kreis Heinsberg, die Heinrichs Gruppe, die Johanniter Seniorenhäuser (Ost) sowie der Bezirk Berlin Steglitz‑Zehlendorf. Gemeinsam wollen sie zeigen, wie agentische KI sowohl Antragstellende als auch Sachbearbeitende entlasten kann.
Der Agentic AI Hub: Schnittstelle für digitale Verwaltungsinnovationen
Der neue Hub fungiert als zentrale Plattform zwischen Start-ups und öffentlicher Verwaltung. Herausforderungen aus Behördenabläufen werden dort in technische Prototypen übersetzt, sicher pilotiert und bei Erfolg skaliert. Ziel ist es, administrative Routinen perspektivisch an autonome KI-Agenten zu übergeben – etwa zur Antragsprüfung, Nachforderung fehlender Dokumente oder Vorbereitung von Entscheidungen.
Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger betonte beim Auftakt die hohe Resonanz auf das Programm:
„Deutschland will KI nicht nur diskutieren, sondern machen. Mit dem Agentic AI Hub setzen wir KI-Agenten nun ganz praktisch in der Verwaltung ein und stärken unsere digitale Leistungsfähigkeit.“
Auswahlkriterien und weiterer Prozess
Die 18 Pilotprojekte werden in 17 Kommunen unterschiedlicher Größe umgesetzt. Auswahlkriterien waren strategische Relevanz, Übertragbarkeit und Repräsentativität der Vorhaben. Der DigitalService des Bundes unterstützt das BMDS bei Umsetzung und Skalierung.
In den kommenden drei Monaten entwickeln die Projektpartner funktionsfähige Prototypen, deren Wirksamkeit und Übertragbarkeit kontinuierlich geprüft werden. Auch nicht berücksichtigte Bewerberinnen und Bewerber bleiben Teil der Hub-Community und sollen an zukünftigen Formaten mitwirken.
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