Pflegepolitik
SOS sendet die Altenpflege: Große Demonstration in Hamburg geplant
Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der Zusammenschluss der Hamburger Wohlfahrtsverbände und alle Mitarbeitenden in der Altenpflege werden zur Teilnahme an einer Demonstration zum Tag der Pflegenden am 13. Mai 2024 in Hamburg aufgerufen.
„Die derzeitige Pflegepolitik der Bundesregierung benachteiligt die Pflegebedürftigen, und ein drohender Pflegenotstand wird auch in der häuslichen Pflege immer sichtbarer. Immer mehr Pflegebedürftige verzichten auf notwendige Leistungen, um ihre Kosten einzugrenzen. Deshalb müssen nicht nur die privaten Eigenanteile in der stationären Pflege begrenzt, sondern auch die Pflegesachleistungen für die Inanspruchnahme ambulanter Pflege deutlich gesteigert werden“, erklärt Matthias Lüschen, Abteilungsleiter Soziale Dienste beim ASB Hamburg.
Ohne ein Umdenken von Politik, Krankenkassen und Gesellschaft drohe in naher Zukunft ein gravierender Pflegenotstand. Es sei an der Zeit, wirksame Schritte gegen den akuten Personalmangel zu unternehmen und bessere Rahmenbedingungen für die Pflege zu schaffen.
Die Forderungen der Demonstrierenden:
- Priorisierung der Pflege seitens der Politik
- Beseitigung des Personalmangels
- Verlässliche Finanzierung der gemeinnützigen Pflege
Die Demonstration beginnt am Montag, den 13. Mai 2024, um 13:00 Uhr am Berliner Tor/ Anckelmannsplatz in Hamburg. Der Demonstrationszug setzt sich um 13.30 Uhr in Bewegung und führt über den Heidenkampsweg bis zur Billstraße 80. Dort findet vor der Sozialbehörde um 14:15 Uhr die Abschlusskundgebung statt.
Die Wahl des Veranstaltungsortes ist bewusst getroffen: An diesem Tag tagt um 15:00 Uhr der diesjährige Landespflegeausschuss, der über Fragen der Pflegeversicherung berät.
Die Demonstration soll laut den Veranstalterinnen und Veranstaltern “ bunt und lautstark sein – ein Ausdruck des Engagements der gemeinnützigen Altenpflege, gehört zu werden“. Daher besteht die Möglichkeit, den Demonstrationszug mit Dienstfahrzeugen aller Art – z.B. Fahrrädern, Rollern und Autos – zu begleiten.
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