News

Wie gut ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen wirklich?

Der Nutzen digitaler Anwendungen im Versorgungsalltag wird häufig diskutiert – doch selten klar benannt. Genau hier setzt das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G‑BA) geförderte Forschungsprojekt NADI an. Ziel ist es herauszufinden, welche Kriterien digitale Gesundheitslösungen wirklich wertvoll machen und wie sich dieser Nutzen messbar auf die Versorgung auswirkt.

Pflegefachpersonen können die Weiterentwicklung digitaler Gesundheitsinterventionen aktiv mitgestalten. Grafik: Hochschule Neubrandenburg

Eine aktuelle Studie zeigt überraschende Erkenntnisse darüber, was digitale Anwendungen für Patientinnen, Patienten und Fachpersonal tatsächlich nützlich macht – und wo noch große Lücken klaffen.

In einem ersten Schritt hat die Hochschule Neubrandenburg bereits 4.000 Menschen aus der Allgemeinbevölkerung befragt. Jetzt folgt die Perspektive derjenigen, die in der täglichen Versorgung stehen: Leistungserbringende und Health Care Professionals.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen vier Ebenen, auf denen digitale Interventionen Wirkung entfalten:

  1. Subjekt: Welche individuelle Wirkung hat die digitale Anwendung auf die Nutzerinnen und Nutzer?
  2. Interaktion: Wie nutzerfreundlich ist sie gestaltet?
  3. System: Welche strukturellen oder technischen Rahmenbedingungen beeinflussen den Einsatz?
  4. Gesellschaft: Welche langfristigen Effekte entstehen gesamtgesellschaftlich?

Die nun folgende Präferenzstudie soll klären, welche dieser Faktoren im Arbeitsalltag der Fachkräfte wirklich zählen, wie sie sich in tatsächlichen Nutzen übersetzen lassen – und wie stark sie die Akzeptanz digitaler Lösungen beeinflussen.

Mit einer Teilnahme von nur 15 Minuten können Health Care Professionals die Weiterentwicklung digitaler Gesundheitsinterventionen aktiv mitgestalten und ihre Perspektive in die Versorgungsforschung einbringen.

Mehr zu NADI lesen Sie hier

Direkt zur Befragung: https://www.healtheconomics.eu