Ambulanter Pflegemarkt

Wie Tagespflege zum Zukunftsmodell für ambulante Anbieter werden kann

Tagespflege ist in Bewegung – und mit ihr das Denken vieler ambulanter Träger. Cito Alexander Aufenacker, CEO der Pflegebutler Gruppe, ist einer der führenden Köpfe in diesem Feld. Beim LUNA-Kongress – Leitkongress und Netzwerkplattform für die ambulante Pflege – am 10. und 11. September 2025 in Essen zeigt er, wie man Tagespflege neu denken und wirtschaftlich erfolgreich umsetzen kann. Mit über 100 Plätzen pro Einrichtung zählt seine Gruppe zu den größten Betreibern Deutschlands.

Alexander Cito Aufenacker, Geschäftsführer und CEO der PflegeButler Unternehmensgruppe Foto: PflegeButler

Die Zahlen sprechen für sich: Der Bundesdurchschnitt der Tagespflegen in Deutschland liegt bei 17 Plätzen, die große Mehrheit bleibt unter der 20er-Marke. „Doch was passiert, wenn man das Konzept größer denkt – auf 100 Plätze und mehr?“, fragt Aufenacker. In seinem Vortrag gewährt er Einblicke in ein Geschäftsmodell, das auf Skalierbarkeit, Servicequalität und wirtschaftliche Tragfähigkeit setzt. Seine zentrale These: Tagespflege ist kein Nischenangebot – sie kann zu einer tragenden Säule im Pflegeportfolio ambulanter Anbieter werden.

Vom Versorgungsort zur Erlebniswelt

Tagespflege kann vieles sein – von der reinen Betreuungseinrichtung bis hin zur „Wohlfühl- und Entertainmentoase“, wie Aufenacker es formuliert. Entscheidend ist: Welche Kunden spreche ich an, welches Umfeld will ich bieten, und was ist mein Qualitätsversprechen? Für Träger bedeutet das: Sie müssen Klarheit über Zielgruppen, Konzepte und Serviceorientierung entwickeln. Denn nur wer weiß, wen er erreichen will, kann auch gezielt Leistungen gestalten – und sich klar am Markt positionieren.

Klarheit schaffen: Für wen, wozu und wie?

Nach dem Vortrag sollen die Teilnehmenden nicht nur neue Ideen mitnehmen, sondern auch ganz praktische Impulse: Welche Angebote passen zu meinem Pflegedienst? Wie lässt sich Tagespflege sinnvoll ergänzen oder neu aufbauen? Und wie schaffe ich den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Nutzererlebnis? Aufenacker zeigt auf, was möglich ist – und wo die Herausforderungen liegen.

Netzwerk als Nährboden für neue Ideen

Für Cito Alexander Aufenacker ist der LUNA-Kongress ein zentraler Ort der Begegnung: „Das Netzwerk macht den Unterschied“, sagt er. Auf dem Kongress gehe es nicht nur um Informationsvermittlung, sondern um gegenseitige Inspiration. Man treffe sich bewusst, arbeite Themen gemeinsam ab – und nehme neue Impulse mit nach Hause.

Sein persönlicher Tipp für alle, die noch zögern: „Sich eine Auszeit nehmen und die Branche einmal aus einem externen Blickwinkel betrachten – neue Infos aufsaugen und Bestehendes kritisch hinterfragen.“

Mehr zum Kongress finden Sie auf der Eventwebsite