Politik

Koalitionsvertrag in Hessen: Ambulante Pflege soll gestärkt werden

„Die ambulanten Pflegedienste machen es möglich, dass pflegebedürftige Menschen länger im eigenen Zuhause leben können. Daher wollen wir die ambulanten Pflegedienste stärken“, heißt es im Koalitionsvertrag zwischen der hessischen SPD und der CDU in Hessen.

SPD-Landesvorsitzende Nancy Faeser (4.v.l.) und Ministerpräsident Boris Rhein (CDU, 5.v.l.) Foto: SPD Hessen

„Wir brauchen hessenweit mehr Plätze in Kurzzeit, Verhinderungs und Tagespflege sowie in ambulant betreuten Wohngemeinschaften. Deshalb werden wir das Förderprogramm zur Schaffung neuer Angebote verstetigen. Wir stärken Modelle der häuslichen Tagespflege. Mittel für Modellprojekte sollen zukünftig auch für neue Formen ambulanter Wohn und Betreuungskonzepte und neue Quartierskonzepte verwendet werden können. Wir fördern nachhaltig eine niedrigschwellige Nachbarschaftshilfe sowie den Ausbau und die verbesserte Anerkennung von Betreuungs und Entlastungsleistungen“, heißt es in dem am 18. Dezember unterschriebenen Vetrag.

Zudem soll ein „umfassendes Landespflegekonzept“ erarbeitet und umgesetzt werden. Das Landesprogramm Gemeindepflegekräfte soll möglichst flächendeckend erweitert werden, um flächendeckend Hilfebedarfe frühzeitig zu erkennen, Bedürfnisse zu eruieren sowie mögliche Hilfen und Unterstützungsangebote schnell zu organisieren.

„Wir entwickeln Pflegestützpunkte zu Pflegekompetenzzentren weiter, die mit einem CaseManagement eine individuelle Begleitung in allen Phasen der Pflege auch aufsuchend bieten und Anlaufstelle in Krisensituationen sind“, heißt es in dem Vertrag.

Der VdK Hessen begrüßt die im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen zur Stärkung der häuslichen Pflege. „Unser Druck hat gewirkt. Einige unserer Forderungen wurden von der künftigen Landesregierung aufgegriffen. Sie müssen jetzt aber auch schnell und zweckmäßig umgesetzt werden“, sagt der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann.