Veranstaltungen
Black Week bei der Freien Wohlfahrtspflege in NRW
Um auf Personalnot, Überlastung, Unterbesetzung und Unterbezahlung aufmerksam zu machen, haben die freien Wohlfahrts- und Sozialverbände in Nordrhein-Westfalen vom 10. bis 14. Juni 2024 zu einer Aktionswoche aufgerufen. Der Slogan lautet: „Black Week – Gehen hier bald die Lichter aus?“
„Der Arbeitsalltag in den sozialen Einrichtungen ist geprägt von einem Spardruck. Die Unsicherheit über die Zukunft sozialer Dienstleistungen in NRW ist so groß wie nie. Wir entfernen uns aktuell immer weiter von einer bedarfsdeckenden sozialen Infrastruktur“ betont Hartmut Krabs-Höhler, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege in NRW.
In ganz Nordrhein-Westfalen wurden Träger aufgerufen, in dieser Woche auf die Missstände im sozialen Bereich hinzuweisen. Dabei sind zahlreiche Veranstaltungen wie ein Protestmarsch, eine Kundgebung, eine Demonstration sowie weitere örtliche Veranstaltung geplant.
Bereits im Oktober letzten Jahres demonstrierten viele Mitarbeitende der Wohlfahrts- und Sozialarbeit zusammen mit weiteren Betroffenen vor dem Landtag von NRW. Es folgten im Zuge dieser Kampagne die größten Sozialproteste in Nordrhein-Westfalen seit Jahrzehnten. Doch eine Reaktion der Politik blieb bisher aus.
„Die gesamte soziale Infrastruktur in NRW steckt in einer bedrohlichen Krise“ betont Hartmut Krabs-Höhler. Und weiter: „Finanzielle Defizite und Personalmangel werden zu weiter reduzierten Angeboten und Schließungen von Einrichtungen führen. Statt konkreter Maßnahmen, sehen wir nur eine Verwaltung des Mangels in der Soziallandschaft. Wir befürchten, dass viele Einrichtungen ihre Dienste unter diesen Bedingungen einstellen müssen, wenn nicht endlich politisch gegengesteuert wird.“
Weitere Informationen zur Aktionswoche unter www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/blackweek
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren