Fuhrpark
7000 Euro Förderung für E-Fahrzeuge im Pflegedienst
In Baden-Württemberg werden bis zu 1.000 E-Fahrzeuge für Pflegedienste vom Land gefördert. Damit soll die Preisdifferenz zwischen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und E-Antrieb zum Teil ausgeglichen werden.
Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg fördert den Kauf elektrischer Fahrzeuge für die Nutzung durch Pflege- und Sozialdienste. Gefördert werden kleine E-Autos mit einem Festbetrag von bis zu 7.000 Euro pro E-Fahrzeug.
Elektrisch betriebene Fahrzeuge, die nicht länger als 4,1 Meter lang sind können mit bis zu 7.000 Euro bezuschusst werden. Antragsberechtigt sind dabei alle nach § 72 SGB XI zugelassenen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, die in Baden-Württemberg zugelassen sind.
Seit Beginn des Programms im Mai seien Förderanträge für rund 50 Autos gestellt und bewilligt worden, sagte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage des Portals electrive. Die beantragten Fahrzeugmodelle seien allesamt Kleinst- oder Kleinwagen verschiedener Marken.
„Das Förderprogramm setzt dort an, wo viele Fahrzeuge täglich unterwegs sind und die Preisspanne zwischen Elektro und Verbrenner besonders hoch ist. Der Bereich der Pflege- und Sozialdienste ist prädestiniert für die Nutzung kleiner E-Autos. Diese haben täglich viele Fahrten, ob in der Stadt oder auf dem Land“, so Verkehrsminister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) im Juni beim Besuch einer Diakonie-Pflegestation in Stuttgart. Allerdings würden den Pflegediensten häufig kleine Benziner oder Diesel für unter 10.000 Euro angeboten, nur wenige Elektrofahrzeuge kosten dagegen weniger als 30.000 Euro.
Minister Hermann erklärte: „Es gibt zu wenig kleine, bezahlbare Elektroautos. Hier ist das Angebot zu niedrig und die Preise oft nicht konkurrenzfähig. Mit der Förderung „BW-e-Pflegefahrzeuge“ wollen wir bis zu 1.000 Fahrzeuge fördern und E-Mobilität sichtbar machen. Damit leisten wir unseren Beitrag für die Transformation von Fahrzeugen mit klimaschädlichen Verbrennungsmotoren hin zu emissionsfreien E-Autos.
Das Ziel des Verkehrsministeriums für 2030 ist, dass jedes zweite Auto klimaneutral fährt. Dazu muss der Anteil an den Neuzulassungen viel schneller steigen. Der Fuhrpark der Pflege- und Sozialdienste weist dabei als Teil des nichtvermeidbaren Kfz-Verkehrs ein großes Potenzial und einen großen Förderbedarf auf.
Weitere Informationen zur Elektromobilitätsförderung
Zur Antragstellung von „BW-e-Pflegefahrzeuge“ geht es hier.
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