Personal

Diakonie-Beschäftigte fordern einheitliche Tarifverträge und Streikrecht

Mitarbeitervertretungen der Diakonie machen mobil: In einem gemeinsamen Appell verlangen sie die Einführung von einheitlichen Tarifverträgen und die uneingeschränkte Anerkennung des Streikrechts auch in kirchlichen Einrichtungen.

Die Bundeskonferenz hat auf ihrer Vollversammlung am 20.02.2025 beschlossen, den Weimarer Appell zu unterstützen. Die Bundeskonferenz, ist das Spitzenorgan der diakonischen Interessenvertretungen, sie repräsentiert zusammen 650.000 Arbeitnehmer:innen in der Diakonie. Foto: ver.di

Mitarbeitervertretungen der Diakonie fordern die Einführung von Tarifverträgen sowie die uneingeschränkte Anerkennung des Streikrechts in kirchlichen Einrichtungen. In einem gemeinsamen Appell kritisieren betriebliche Interessenvertretungen, dass rund 1,8 Millionen Beschäftigten von Kirche, Diakonie und Caritas nach wie vor grundlegende Mitbestimmungsrechte vorenthalten werden. „Die Demokratie muss endlich auch in kirchlichen Betrieben ankommen“, heißt es in einem Appell betrieblicher Interessenvertretungen, die insgesamt 650.000 diakonische Beschäftigte vertreten. „Wie unsere Kolleg:innen im öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft wollen auch wir über unsere Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen selbst mitbestimmen. Das geht am besten in Tarifverhandlungen.“

Die Mitarbeitervertretungen fordern, dass die Kirchen gemeinsam mit den Gewerkschaften echte Tarifverhandlungen ermöglichen und gewerkschaftliche Grundrechte auch in kirchlichen Betrieben zur Selbstverständlichkeit werden.“In evangelischer Kirche und Diakonie bestehen beispielsweise in Niedersachsen, in der Nordkirche, in Berlin und Brandenburg und in der Altenhilfe in Hessen bereits Flächentarifverträge, in weiteren Einrichtungen gibt es Haustarifverträge. Kirche muss auch beim Arbeitsrecht endlich im 21. Jahrhundert ankommen. Die Demokratie muss endlich auch in kirchlichen Betrieben ankommen“, heißt es dazu von ver.di.

Der vollständige „Weimarer Appell“