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Erster Online-Austausch der Führungsfrauen: „Wir sollten uns gegenseitig gratulieren“
Der erste Video-Call des Netzwerks „Frauen führen Pflege“ setzte einen klaren Ton: sichtbar machen, vernetzen, stärken – und zwar praxisnah. Ein Fazit: Führungsfrauen verdienen mehr Anerkennung für ihre Arbeit in der Pflege.
Moderatorin Claudia Henrichs eröffnete den Austausch bewusst ohne Folien: „Wir sind keine Freundinnen für betreutes Lesen, PowerPoint.“ Stattdessen ein Check-in: Was lieben Führungskräfte an ihrem Job? Die Antworten fielen überraschend einhellig aus: Gestaltung und Entscheidungsfreiheit. „Ich liebe es, zu gestalten – mit dem Team und in der Umsetzung“, sagte Olga Schell. Jana Peschla ergänzte: „Führen macht mir Spaß, auch wenn es manchmal schwierig ist. Ich treffe Entscheidungen – und stehe dafür ein.“
Mitwirken und befähigen
Mehrfach genannt wurde das Befähigen von Mitarbeitenden. „Mir ist wichtig, dass Kolleginnen selbst gestalten können – das motiviert und befreit den Kopf für Strategisches“, so Michaela Krug. Kathrin Czech hob die „Mitwirkung an Strategien“ sowie die wirtschaftliche und personelle Steuerung hervor. Der Tenor: Führung in der Pflege ist mehr als Operatives – sie braucht Raum, Datenkompetenz und Haltung.
Initiatorin Friederike Schildt (Redaktion Häusliche Pflege) erinnerte an die Idee hinter dem Format: weibliche Führung sichtbar machen. „Pflege ist weiblich – auch in Leitungen. Aber oft werden Männer schneller angefragt und sind präsenter.“ Aus dem Plenum kam Rückenwind für den Community-Gedanken. Judith Meyer brachte es auf den Punkt: „Wir sollten uns häufiger gegenseitig gratulieren und unterstützen.“ Gewünscht wird ein regelmäßiger Online-Austausch – „vierteljährlich mit je einem Führungsthema“ (Czech) –, kombiniert mit jährlichen Präsenztreffen für Nähe und Vertrauen. Zugleich braucht es Verbindlichkeit: „Man muss es schon ernst nehmen, damit es nicht einschläft“, so Henrichs.
Austausch und vielseitiges Programm in Berlin
Mit Blick auf das große Event in Berlin (8./9. Oktober) gaben Friederike Schildt und die neue Moderatorin Susen Nowara konkrete Einblicke: Vorabend-Netzwerken in kleiner Runde, dazu ein kurzer Impuls von Simone Fischer (Bündnis 90/Die Grünen). Der Eventtag startet mit einer sanften Yoga-Session, gefolgt von Impulsen – etwa von Dr. Tanja Machalet, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Maria Helena Dahlenburg zur Rolle weiblicher Führung und von einer ETL-Steuerberaterin zu „Zahlen, Daten, Fakten“ als Führungsinstrument. Eine Podiumsdiskussion lebt vom offenen Erfahrungsaustausch („Werdegänge, Hürden, Lösungen“). Danach folgt Betriebliches Gesundheitsmanagement – das „coole Haus der Arbeitsfähigkeit“ – sowie ein Abschlussimpuls von Jana Nowara zu mentaler Selbstführung: „Wie lenken wir Gedanken, um positive Emotionen im Alltag zu stärken?“ Passend dazu der Rahmen: das nhow Berlin – „kein steriler Seminarraum, sondern gestaltete Atmosphäre“, so Schildt.
Unterm Strich zeigt der Call: Die Community will konkret, regelmäßig und alltagstauglich arbeiten – mit Themen von Kommunikation über BWL-Basics bis Gesundheitskultur. Oder, wie Susen Nowara es formulierte: „Montag früh stehe ich auf und sage: Ich hab wieder Bock, ein bisschen die Pflegewelt zu retten.“
Jetzt anmelden für das Frauen führen Pflege-Event am 8./9. Oktober in Berlin:
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