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ALTENPFLEGE 2024: Was gute Pflege ausmacht
Die Ausstellenden im Bereich Pflege & Therapie auf der ALTENPFLEGE 2024 decken den Kern ab, der gute Pflege ausmacht: das Wohl der pflegebedürftigen Menschen. Lassen Sie sich von den neuesten Produkten und Services inspirieren aus einem breiten Spektrum von Mobilitätsförderung über Kontinenzerhalt bis hin zur Pflege hochaltriger Haut. Die Messe findet vom 23. bis 25. April in Essen statt.
Der aktuelle Pflegebedürftigkeitsbegriff stellt bei der Harnkontinenz und der Bewältigung von Inkontinenzfolgen die Selbstständigkeit der zu pflegenden Person in den Vordergrund. Pflegefachpersonen sind daher gefordert, Maßnahmen zur Förderung der Selbstständigkeit gezielt in den Blick zu nehmen und mit der betroffenen Person abzustimmen. Sie schätzen die Selbständigkeit mit Hilfe des Begutachtungsinstruments bezogen auf den Toilettengang und auf den Umgang mit Hilfsmitteln ein. Der Medizinische Dienst überprüft dann auf der Basis des Expertenstandards, ob das Pflegeteam die Kontinenzsituation richtig eingeschätzt, geeignete Maßnahmen ergriffen und erforderliche Hilfsmittel fachgerecht eingesetzt hat.
Viele Faktoren beeinflussen die Kontinenz
„Wichtig ist, sich dabei vor Augen zu führen, dass Kontinenz oder eine drohende Inkontinenz ein multifaktorielles Geschehen ist und deshalb Wirkungen in Beziehung zu setzen sind“, weiß Heike Jurgschat-Geer. So spielt gemäß der Pflegeberaterin die Trinkmenge nicht nur wegen des Dehydrationsrisikos eine Rolle. Sie sei auch mit Blick auf den Erhalt der Kontinenz ins Auge zu fassen. Das Gewicht und dessen Verlauf seien nicht nur eine Frage der Mangelernährung. Ebenso könne starkes Übergewicht Auswirkungen auf die Kontinenz haben. „Auch eine Obstipation kann sich auf die Harnkontinenz auswirken“, so Jurgschat-Geer. Zudem sei es sinnvoll, die Vertragsapotheke beratend hinzuziehen zu den Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten auf die Kontinenz und mit dem Arzt die Medikation differenziert zu besprechen.
Mit präventiven Pflegemaßnahmen Inkontinenz begegnen
Gerade wenn noch kein unwillkürlicher Harnverlust vorliegt, kommt der Prävention eine wichtige Rolle in der pflegerischen Versorgung zu. Pflegende sollten Maßnahmen, um die Selbstständigkeit und Kontinenz zu erhalten, mit der zu pflegenden Person besprechen und abhängig von deren Präferenzen planen. Beratungsinhalte beziehen sich zunächst auf identifizierte Risikofaktoren und wie sich das Risiko der Inkontinenz verringern lässt. In Schulungen wird möglicherweise die Nutzung eines Miktionsprotokolls oder die Umsetzung eines Blasentrainings geübt. Auch einfache Übungen, die die Beckenbodenmuskulatur stärken, können geschult werden.
Alle Informationen und Messe-Tickets:
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