Außerklinische Intensivpflege

Erkenntnisse zur außerklinischen Intensivpflege sollen Versorgung verbessern

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat Ergebnisse des Forschungsprojekts ATME weitergegeben. Ziel ist es, die Versorgung beatmeter und/oder tracheotomierter Menschen außerhalb klinischer Einrichtungen zu verbessern.

Foto: Florian Arp

Das Projekt ATME hat laut Innovationsausschuss eine umfassende Analyse der aktuellen Versorgungsstrukturen, Krankheitsverläufe und Bedarfe dieser Patient:innengruppe vorgelegt. Hintergrund ist die 2020 erfolgte gesetzliche Neuregelung des Leistungsanspruchs auf außerklinische Intensivpflege, auf deren Basis der G-BA detaillierte Anforderungen formulierte. Die Weitergabe der Projektergebnisse an den G-BA soll laut Ausschuss dazu beitragen, künftige Anpassungen und Qualitätsverbesserungen in der Versorgung fundiert zu gestalten.

Das Projekt hat zur Beantwortung seiner Forschungsfragen verschiedene Zielgruppen (Pflegeeinrichtungen, Betroffene und deren Angehörige, Zentren für außerklinische Beatmung) befragt sowie demografische und versorgungsspezifische Routinedaten der Krankenkassen analysiert. Festgestellt wurde anhand der Routinedaten unter anderem, dass die große Mehrheit der beatmeten und/oder tracheotomierten Patientinnen und Patienten in der eigenen Häuslichkeit versorgt wird.

Die Befragungsergebnisse zeigten: Menschen mit außerklinischer Intensivpflege bzw. ihre Angehörigen wünschten sich als persönliche Therapieziele am häufigsten, eine bestmögliche Lebensqualität zu erreichen sowie den „Ist-Zustand“ zu erhalten. Sie waren im Vergleich mit allen anderen befragten Zielgruppen mit der pflegerischen, therapeutischen und hilfsmitteltechnischen Versorgung am zufriedensten. Eines der Hauptziele des Gesetzgebers, Weaningpotenziale besser auszuschöpfen, sahen die befragten Pflege(fach)kräfte überwiegend als erfüllt an.

Weitere Informationen im Beschluss und Ergebnisbericht des Projekts ATME