Politik
Fachkräftegewinnung: Baden-Württemberg will Sprachprogramm fortführen
Das Land Baden-Württemberg setzt seine Bemühungen zur Anwerbung ausländischer Pflegekräfte fort und verlängert das Kooperationsprojekt „Deutschsprachkurse im Ausland zur Gewinnung ausländischer Pflegefachkräfte“.
Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) betonte am 29. Januar in Stuttgart die Bedeutung der Initiative, die insbesondere kleinere Träger bei der Fachkräftegewinnung unterstützen soll.
„Unser Anliegen ist es, noch mehr Arbeitgeber als bisher zu motivieren, sich für Pflegekräfte aus dem Ausland zu öffnen“, erklärte Lucha. In Baden-Württemberg sind derzeit über 200.000 Menschen in der Pflege beschäftigt, mehr als ein Viertel davon mit ausländischer Herkunft. Angesichts der steigenden Zahl Pflegebedürftiger und der anstehenden Verrentung vieler Babyboomer bleibt der Fachkräftebedarf hoch.
Das seit 2013 bestehende Programm „Triple Win“ vermittelt Pflegekräfte aus Ländern wie Bosnien-Herzegowina, den Philippinen, Indien und Jordanien nach Deutschland. Mehr als 5.500 Pflegekräfte kamen so bereits ins Land, davon über 800 nach Baden-Württemberg. Ergänzend dazu übernimmt das Land seit 2023 die Sprachkurskosten im Heimatland der Pflegekräfte mit bis zu 3.000 Euro pro Person. Seit dem Start der Förderung wurden 272 Pflegekräfte unterstützt. Eine Neuerung ist, dass Arbeitgeber nun unbegrenzt Anträge stellen können, solange Fördermittel verfügbar sind.
„Die Rekrutierung gut ausgebildeter Fachkräfte aus dem Ausland ist ein zentraler Baustein, um den wachsenden Bedarf in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zu decken“, erklärte Martina Musati, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Das Programm sei ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Pflege.
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