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LfK sieht wichtigstes Ziel in wirtschaftlicher Absicherung

Auf der Jahreshauptversammlung des Landesverbands freie ambulante Krankenpflege NRW (LfK) in Mülheim an der Ruhr bestätigten die anwesenden LfK-Mitglieder bei den Wahlen zur Verbandsspitze den amtierenden Vorstand im Amt. Wichtigstes Ziel des Vorstands sei es nun, die Wirtschaftlichkeit von Pflegeunternehmen angesichts der Tariftreue zu sichern.

Der Vorstand des LfK: Vorstandsvorsitzende Andrea Lippmann (Mitte), stellvertretende Vorstandsvorsitzende Nora Jürgens, Schriftführer Bernd Leiendecker Foto: LfK

Die Vorstandsvorsitzende Andrea Lippmann, ihre Stellvertreterin Nora Jürgens sowie Schriftführer Bernd Leiendecker, die in dieser Konstellation seit 2020 zusammenarbeiten, werden weitere zwei Jahre die Geschicke des mitgliederstärksten Verbands für die freie ambulante Pflege und Tagespflege in Nordrhein-Westfalen verantworten. Es stünden wichtige Aufgaben für die häusliche Pflege an, so der wiedergewählte Vorstand. Die Herausforderungen für die kommenden zwei Jahre an der Spitze des LfK sehen die drei Vorstandsmitglieder vor allem beim Thema Tarif und Wirtschaftlichkeit von Pflegebetrieben.

„Hier wollen wir 2024 erreichen, dass die Umsetzung der Tarifanlehnung weiter vereinfacht wird“, erklärte die Vorstandsvorsitzende Andrea Lippmann. „Verhandlungen im so genannten vereinfachten Verfahren sollten für alle Pflegeeinrichtungen zum Standard werden und die Tariflöhne ohne langwierige Verhandlungen refinanziert werden können.“ Der Verbandsvorstand setzt dabei auf das gute Zusammenspiel mit der LfK-Geschäftsstelle, um Erfahrungen aus der Pflegepraxis einfließen zu lassen. „Für die Verbandsmitglieder wollen wir zudem stets als Ansprechpartner für alle Fragen bereitstehen“, so Nora Jürgens, die als stellvertretende Vorsitzende des LfK wiedergewählt wurde.

Daneben spielen aber auch „Dauerbrenner“ wie die Entbürokratisierung und die Digitalisierung in der Pflege eine Rolle bei der Zukunftsplanung des LfK-Vorstands. Zudem stehen wichtige Verhandlungen wie beispielsweise zu den neuen Betreuungsregelungen an. Im Fokus sollen zudem weiterhin die Personalknappheit und in diesem Zusammenhang auch die Ausbildungssituation in der ambulanten Pflege stehen.

Zudem würden neue Dinge, die nicht über einen Tarif abgebildet sind, in punkto Mitarbeiterbindung wichtiger. „Dazu zählt beispielsweise die betriebliche Gesundheitsförderung“, befand Schriftführer Bernd Leiendecker. Zusammen mit seinen Vorstandskolleginnen will er hier genauso wie bei den Rahmenbedingungen der Ausbildung weiter aktiv zum Positiven gestalten. „Jetzt gilt es, auf dem Erreichten aufzubauen.“

Zuvor hatte LfK-Geschäftsführer Christoph Treiß auf ein für die häusliche Pflege arbeitsreiches zurückgeblickt. So konnten mehr als 100 Verhandlungen für die verschiedenen Optionen im Zuge der tariflichen Entlohnung mit den Kranken- und Pflegekassen erfolgreich abgeschlossen werden. „Für 2024 erwarten wir vor allem im Bereich Qualität neue Entwicklungen“, berichtete Treiß in Mülheim an der Ruhr. „Im Hinblick auf die tarifliche Entlohnung wollen wir das bisher Erreichte konsolidieren“, bestätigte er das Vorhaben des LfK-Vorstands. „Die enge Begleitung und wirtschaftliche Absicherung unserer Mitglieder hat für uns weiterhin oberste Priorität in allen Belangen.“

Mit mehr als 1.250 Mitgliedern ist der Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW einer der größten Verbände für private häusliche Pflege im Bundesland.