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„Pflegebedürftige und Angehörige effektiver unterstützen“

Auch im Projekt „ReKo“ (Regionales Pflegekompetenzzentrum) des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses werden bereits seit knapp einem Jahr TI-Anwendungen wie KIM in der Praxis erprobt.

Quelle: Gesundheitsregion EUREGIO Durch die TI-Anbindung des Projekts erhalten Case Manager:innen einen Überblick über den Gesundheitszustand von Probandinnen.

Als eine der bundesweit ersten Institutionen aus dem Bereich der Pflege hat sich Anfang Juni 2022 die Gesundheitsregion EUREGIO mit dem Projekt „Regionales
Pflegekompetenzzentrum – Innovationsstrategie für die Langzeitversorgung vor Ort“ (ReKo) in der niedersächsischen Modellregion Emsland/Grafschaft Bentheim an die TI angeschlossen.

Die Case Manager des ReKo, ein Modellprojekt der DAK-Gesundheit mit der Gesundheitsregion EUREGIO und der Universität Osnabrück, erhielten vom elektronischen Gesundheitsberuferegister (eGBR) die Berufsbestätigung in Form von elektronischen Heilberufsausweisen (eHBA’s) und elektronischen Institutionskarten des Typs SMC-B. Die opta data Gruppe sowie die eHealth Experts GmbH haben bei der Einrichtung der TI-Zugänge im Regelbetrieb unterstützt. „Durch die bessere digitale Vernetzung können unsere Expertinnen und Experten die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen noch effektiver unterstützen,“ erklärte Andreas Storm, Vorsitzender des Vorstands der DAK-Gesundheit. Durch den Anschluss an die TI können die Case Manager mit Hilfe der zentralen Case Management-Software Quovero der Firma synectic software & services GmbH e-Messages, e-Arztbriefe oder Entlassbriefe senden und empfangen. Sie erhalten so den aktuellen Überblick über den Zustand der Pflegebedürftigen. Geplant ist, dass sie auch Zugriff auf die  elektronische Patientenakte (ePA) bekommen. Sie sollen so einen umfassenden Blick über die medizinische Situation der Pflegebedürftigen erlangen.

Case Manager als zentrale Akteure im Projekt

Prof. Dr. Frank Teuteberg von Universität Osnabrück erklärte, im weiteren Projektverlauf „bestehende Nutzungsbarrieren, Akzeptanz und Anforderungen der Leistungserbringer und Patienten entlang der neuen Versorgungsprozesse systematisch” zu erheben. Ziel sei es “Anwendungsszenarien und Empfehlungen zur besseren Einbindung der TI im Bereich der Regelversorgung” zu entwickeln. Die Case Manager sind zentraler Bestandteil des ReKo, das seit Herbst 2019 aktiv ist. Sie sind die direkten Ansprechpartner für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Sie planen die Pflege und koordinieren die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Innerhalb des ReKo-Projekts wird ein digitales Ökosystem aufgebaut. Über dieses können sich die regionalen Akteure des Gesundheitswesen, die Case Manager:innen und die Proband:innen vernetzen. Dieses Ökosystem ist mit der Dokumentationssoftware des Case Managements verbunden.

KIM-Adresse zentral hinterlegt

Der  Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses fördert das ReKo-Projekt mit über zehn Millionen Euro. In der im Rahmen des Projekts gewählten Software-Lösung Quovero können die KIM-Adressen für Akteure hinterlegt und aufgerufen werden, sodass Anwender aus Quovero heraus über einen Client KIM-Nachrichten versenden können. Die KIM-Adressen für die Akteure sind zentral hinterlegt. Die Case Manager:innen können diese aufrufen.

Weitere Informationen: www.dak.de/reko und www.rekopflege.de

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