Konzepte und Innovationen

Stiftung fördert vier neue Pflegeprojekte

Die Stiftung Zukunft Altenpflege sucht verstärkt Bewerbungen aus stationären Wohngruppen und ambulanten Teams für ihre Förderpartnerschaften.

Olav Sehlbach Foto: Stiftung Zukunft Altenpflege

Die Stiftung Zukunft Altenpflege setzt ihr Programm der Förderpartnerschaften fort und hat bisher fünf Projekte für eine Unterstützung mit jeweils 3.000 Euro ausgewählt. Nach Angaben der Stiftung sind bislang rund 40 Bewerbungen eingegangen. Etwa im Monatstakt soll ein neues Vorhaben vorgestellt werden.

Zu den ausgewählten Projekten zählt der „Prüfungskompass“ der Caritas Altenwohn- und Pflegegesellschaft mbH in Wiesbaden. Von Mai bis September 2026 sollen Auszubildende der ambulanten und stationären Langzeitpflege an vier Projekttagen mit Lernstrategien und mentalem Training auf die Abschlussprüfung vorbereitet werden. Im Blick stehen laut Projektbeschreibung besonders Auszubildende mit Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache. Die Ergebnisse sollen in einem Leitfaden zusammengefasst werden.

Im Haus Friederike ist am 14. 10. 2026 ein Aktionstag „Gesund im Klima – Gesund im Pflegealltag“ geplant. Mitarbeitende, Bewohnende und Angehörige sollen sich in Workshops und Mitmachstationen mit dem Umgang mit Hitze und weiteren klimatischen Belastungen im Pflegealltag befassen.

MiMi-Hamburg (VKJH e.V.) lädt im August 2026 zur Community-Veranstaltung „Würdevolles Altern in der Migrationsgesellschaft“. Personen mit Migrationserfahrung und ihre Angehörigen sollen in einem moderierten Dialogformat über Pflege und Langzeitversorgung sprechen. Die Ergebnisse werden nach Angaben der Stiftung per Graphic Recording festgehalten und sollen in die Weiterentwicklung lokaler Versorgungsstrukturen einfließen.

Das vierte Vorhaben „Sichtbarmachen“ wird von einem Kollektiv des Vereins wir pflegen  gemeinsam mit dem Fotografen Karsten Thormaehlen umgesetzt. Im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 soll ab Oktober das Begleitprogramm zur Fotoausstellung „Jeder Tag ist eine Herausforderung“ gefördert werden, um informelle Pflegearbeit sichtbarer zu machen.

Gerade veröffentlicht wurde die fünfte Förderpartnerschaft, die an die Agnes-Karll Gesellschaft geht, eine Tocher des DBfK. Hier wird eine Veranstaltungsreihe gefördert mit den Tiele „Ostdeutsche Identität im Pflegeberuf – Perspektiven für demokratische Teilhabe in der Pflege“ .

Nach Angaben des Stiftungsvorstands Olav Sehlbach gibt es bisher nur vereinzelt Bewerbungen aus operativen Settings wie stationären Wohngruppen oder ambulanten Teams. Hier wolle die Stiftung Ideen und Impulsen ausdrücklich Raum geben.  (ck)

Weitere Informationen zum Programm unter: https://stiftung-zukunft-altenpflege.de