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Bayern: Demenzprojekte erhalten Wissenschaftspreis

Zwei Forschende des Uniklinikums Erlangen haben für ihre Arbeiten zu der ambulanten Pflege auf dem ersten Symposium des Bayerischen Demenzfonds den Wissenschaftspreis erhalten.

Psychologe Dr. André Kratzer erhielt für seine Dissertation mit dem Titel „Optimierung der Versorgung von Menschen mit Demenz – psychosoziale Intervention und palliative Unterstützung“ den Wissenschaftspreis des Bayerischen Demenzfonds. Foto: Anna-Maria Kratzer

In der ausgezeichneten kumulativen Habilitationsschrift mit dem Titel „Versorgungsforschung bei pflegenden An-/Zugehörigen und nicht-pharmakologische Therapie bei Demenz“ befasste sich die Psychologin Dr. Anna Pendergrass in fünf international und national publizierten Arbeiten damit, wie die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Zu- und Angehörigen im häuslichen Umfeld verbessert und die häusliche Pflege gestärkt werden können. Sie beleuchtete dabei neben einer Verringerung von Heimeinweisungen durch nicht-pharmakologische Interventionen sowie der Inanspruchnahme von Pflegeberatung auch erstmalig ein in Deutschland oft erlebtes, aber wenig erforschtes Konstrukt – die sogenannten Zugewinne durch die Pflege.

Durch die ausgezeichnete kumulative Dissertation des Psychologen Dr. André Kratzer mit dem Titel „Optimierung der Versorgung von Menschen mit Demenz – psychosoziale Intervention und palliative Unterstützung“ konnten erstmals für Bayern wichtige empirische Daten zur Versorgungssituation von Menschen mit Demenz in der letzten Lebensphase im häuslichen Umfeld gewonnen und Empfehlungen daraus abgeleitet werden. Zum anderen beschäftigte sich die Arbeit mit der Weiterentwicklung der wirksamen MAKS-Therapie, damit auch die in ambulant betreuten Wohngemeinschaften lebenden Menschen mit Demenz von den positiven Auswirkungen der in Pflegeheimen sowie Tagespflegen bereits erprobten psychosozialen MAKS-Therapie profitieren können.