Politik
DEVAP kritisiert GVSG-Entwurf: „Gesundheitskioske wieder aufnehmen“
Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) hat den aktuellen Entwurf des Gesundheitsversorgungsgesetzes (GVSG) kritisiert.
„Um die Langzeitpflege in Deutschland zu sichern, brauchen wir jetzt ganzheitliche und umfassende Finanz- und Strukturreformen. Die aktuellen Signale aus dem Bundesgesundheitsministerium zu neuen Versorgungsmodellen könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein“, so Wilfried Wesemann, Vorsitzender des DEVAP. „Während die Gesundheitskioske aus dem Entwurf des Gesundheitsversorgungsgesetzes (GVSG) gestrichen werden, zaubert Bundesgesundheitsminister Lauterbach die stambulante Versorgung im Rahmen des Pflegekompetenzgesetzes plötzlich aus dem Hut.“
„Im Januar hieß es noch, dass die Gesundheitskioske als Regelversorgung etabliert und ein Rechtsanspruch für diese Versorgung aller Menschen geschaffen werden soll, unabhängig vom Versichertenstatus“, so Wesemann weiter. „Nun taucht dieser vielversprechende neue Versorgungsansatz als wichtiger Bestandteil in der Gesundheitsregion und für die Versorgungsicherheit im Quartier im Entwurf des GVSG nicht mehr auf. Die engagierten Träger fragen sich zurecht, wo die Reise in der Langzeitpflege hingehen soll.“
Abschließend fordert Wesemann Planungssicherheit für Pflegebedürftige und ihre Familien sowie Träger „durch eine Deckelung des pflegebedingten Aufwands, zielgruppenspezifische Versorgungsangebote und die Refinanzierung einer modernen professionellen Versorgung. Ganzheitliche Konzepte sowie die Überführung evidenzbasierter Projekte, wie zum Gesundheitskiosk und auch zur stambulanten Versorgung, in die Regelversorgung sind hierbei entscheidend, damit das professionelle Pflegesystem das Recht auf würdevolle Pflege endlich wieder erfüllt.“
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