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bad: Pflege verliert Vertrauen in die Digitalisierung

Pflegeeinrichtungen verlieren wegen Fehlplanungen und geschobener Fristen das Vertrauen in die Digitalisierung. Das sagt jetzt der Bundesverband ambulante Dienste und stationäre Einrichtungen (bad) in einer Pressemitteilung.

Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e. V.
„Nur dann, wenn das System funktioniert und Anwendungen auch tatsächlich genutzt werden können, wird das verlorene Vertrauen in die Digitalisierung wieder gestärkt", sagt Andrea Kapp, Geschäftsführerin des Bundesverbands ambulante Dienste und stationäre Einrichtungen. Foto: bad e.V.

Die Reglements und Zeitpläne seien zu unübersichtlich. Die Geschäftsführerin des bad, Andrea Kapp, führt aus: „Dass Pflegeeinrichtungen das System, ihre Pflichten und auch nicht ins Gesetz geschriebene, aber faktisch notwendige Voraussetzungen wie die elektronische Datenerfassung bei den Leistungen, nicht mehr durchschauen, ist aus diesem Grunde gut nachvollziehbar.“

Dabei gehe es unter anderem um Termine wie die Nutzung der Lebenslangen Beschäftigtennummer (LBNR) für die Abrechnung (01. September 2024), die vollelektronische Abrechnung (01. Dezember 2026) oder die Telematikinfrastruktur (01. Juli 2025).

Der bad e. V. sieht daher folgende Maßnahmen für eine erfolgreiche Digitalisierung als erforderlich an:

  • Aufhebung aller jetzigen Termine bzw. Fristen
  • Neufassung aller Termine etwa zum 01.01.2027 für:
    – TI-Anschlusspflicht für Kassen und Einrichtungen
    – Einführung der eVO HKP für Kassen und Einrichtungen
    – Pflicht zur vollelektronischen Abrechnung für Kassen und Einrichtungen
    – Pflicht zur Nutzung der LBNR für Kassen und Einrichtungen
    – Pflicht zur elektronischen Leistungserfassung mit finanzieller Förderung
      der technischen Voraussetzungen

Andrea Kapp: „Nur dann, wenn das System funktioniert und Anwendungen auch tatsächlich genutzt werden können, wird das verlorene Vertrauen in die Digitalisierung wieder gestärkt.“