Nachrichten

Brandenburg: neue Digitalplattform zur Anwerbung internationaler Pflegekräfte

Das Land Brandenburg hat eine neue Digitalplattform zur Sicherung von internationalen Fachkräften in der Pflege gestartet. Das von der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) in Kooperation mit dem Sozialministerium und weiteren Partnern erstellte Online-Portal „Arbeiten in der Pflege“ soll alle notwendigen Informationen rund um die Anwerbung und Integration internationaler Pflegekräfte bündeln.

Brandeburgs Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)
"Das neue digitale Pflegeportal bündelt alles, was Unternehmen ebenso wie Pflegende zum Thema wissen müssen – und zwar ganz gezielt für jeden einzelnen Schritt der Fachkräfteeinwanderung", sagt Ursula Nonnemacher, Sozialministerin von Brandenburg. Foto: MSGIV Brandenburg

Die Inhalte reichten von Beratungs- und Unterstützungsangeboten, beispielsweise bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, bis hin zu Kontaktadressen und konkreten Ansprechpartnerinnen und -partnern, so das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können auf dem Portal für sich werben und es direkt zur Kontaktaufnahme mit potenziellen Fachkräften nutzen.

Die neue Digitalplattform basiere auf Vorschlägen der „Arbeitsgruppe internationale Pflegekräfte“ des Landespflegeausschusses. Darin vertreten sind neben dem Sozial- und Gesundheitsministerium das Deutsche Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF), das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) sowie die in der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossenen Wohlfahrtsverbände – Spitzenverbände im Land Brandenburg, die auch die Federführung innehaben. Inhaltliche Abstimmungen fanden auch mit der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e.V. statt.

Sozialministerin Ursula Nonnemacher: „Die Fachkräftesicherung in der Pflege ist eine der großen politischen Herausforderungen unserer Zeit. Allein in der Seniorenpflege werden bis zum Jahr 2030 etwa 32.000 neue Beschäftigte benötigt – das sind rund 77 Prozent mehr, als jetzt in der Branche arbeiten. Diese Zahlen zeigen, dass wir in dem Berufssektor auf internationale Fachkräfte dringend angewiesen sind. Das neue digitale Pflegeportal soll die Tür für diese Menschen weit aufstoßen. Es bündelt alles, was Unternehmen ebenso wie Pflegende zum Thema wissen müssen – und zwar ganz gezielt für jeden einzelnen Schritt der Fachkräfteeinwanderung.“

Das Portal existiert in englischer Version und in deutscher Version.