Vergütung

Regionale Entgelte steigen teils deutlich

Der AOK-Bundesverband hat die neuen regionalen Entgelte für Pflegekräfte im Jahr 2025 veröffentlicht. Der Anstieg ist deutlich.

Das regionale Entgeltniveau steigt teilweise deutlich. Bild: Adobe Stock/leledaniele

Der AOK-Bundesverband hat die neuen regionalen Entgelte für Pflegekräfte im Jahr 2025 veröffentlicht – noch vor der Veröffentlichung durch den GKV Spitzenverband. Erwartungsgemäß zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Vergütungen, der auf die Tarifabschlüsse von 2024 zurückzuführen ist, die hohe Steigerungen im öffentlichen Dienst, bei der Caritas und der Diakonie verzeichneten. „In den drei Berufsgruppen der Pflege sind Steigerungen von teils über 10 Prozent in Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bayern, NRW, Niedersachsen, Hamburg und Sachsen-Anhalt zu beobachten“, so Pflegeexperte Peter Wawrik, der die Zahlen analysiert hat.

Zuschläge steigen bis zu 14 Prozent

In anderen Regionen wie Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein fallen die Erhöhungen moderater aus und liegen je nach Berufsgruppe zwischen 6 Prozent und 9 Prozent. In Bremen wurden hingegen lediglich Steigerungen von 2 Prozent bis 3 Prozent berechnet, wobei das Ausgangsgehaltsniveau hier ohnehin vergleichsweise niedrig war.

Besondere Auffälligkeiten zeigt die Entwicklung der Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsdienste: Hier variieren die Anpassungen stark und reichen von unveränderten Werten über Absenkungen bis zu -7 Prozent bis hin zu Erhöhungen um bis zu 14 Prozent.

Kritik an Berechnungsmethoden

Peter Wawrik kritisiert die Berechnung der Durchschnittswerte für die verschiedenen Berufsgruppen. In Nordrhein-Westfalen steigen die Gehälter innerhalb der Berufsgruppen jeweils um 10,82 Prozent, 10,62 Prozent und 10,39 Prozent. Dennoch gibt die Tabelle des AOK-Bundesverbandes einen Durchschnittswert von lediglich 9,77 Prozent an. „Eine transparente Berechnungsmethodik wäre hier wünschenswert“, so Wawrik.

Für Betreiber von Pflegeeinrichtungen bieten die neuen Entgelte zwar eine Grundlage für die regionalen Pflegesatzverhandlungen, dennoch bleibt die Sorge um die finanziellen Konsequenzen. Die gestiegenen Kosten dürften zu höheren Pflegepreisen führen und möglicherweise einen zusätzlichen Sozialhilfebedarf sowie Leistungsanpassungen für Patienten erforderlich machen. (ls)

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