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Verband fordert Landespflegegeld in Thüringen
Ein Landespflegegeld sollte aus Sicht des Sozialverbands VdK pflegende Angehörige in Thüringen unterstützen. „Etwa 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, in den nächsten Jahren eher 90 Prozent“, sagte der Landesvorsitzende des VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann. Das Heim könnten sich immer weniger Menschen leisten. Stattdessen gingen Angehörige vermehrt in Teilzeit oder für eine Zeit ganz aus dem Job.
Weimann forderte, ein solches Pflegegeld über den Landeshaushalt zur Verfügung zu stellen. In Bayern etwa können ab Pflegegrad zwei zusätzlich zu anderen Unterstützungen 1000 Euro jährlich beantragt werden. Das Geld soll künftig jedoch gekürzt werden. In Thüringen hat sich die Brombeer-Koalition laut Koalitionsvertrag vorgenommen, eine Machbarkeitsstudie zu dem Thema in Auftrag zu geben. Vergangenes Jahr hatte die CDU-Fraktion noch die Einführung eines Landespflegegeldes im Freistaat vorgeschlagen.
Weimann sagte weiter, beim Thema Pflege laufe in Thüringen vieles besser als in anderen Bundesländern. Als Beispiel nannte er die Pflegestützpunkte – von diesen Beratungsstellen brauche es aber deutlich mehr im Freistaat. „Wir müssen aufpassen, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, nicht in eine Ecke gedrängt werden“, mahnte er.
Forderung nach Rücknahmegarantien
Der aktuelle Bundestagswahlkampf werde von Wirtschaftsfragen und geopolitischen Diskussionen geprägt. „Wenn die Wirtschaft brummen soll, müssen wir aber auch pflegende Angehörige in den Blick nehmen.“ Es brauche Freistellungen und Rücknahmegarantien vonseiten der Arbeitgeber, forderte Weimann. „Jeder Arbeitgeber muss ein Interesse haben, eine hoch qualifizierte Fachkraft zu halten.“ (dpa)
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