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Bayern: Ministerin Gerlach stellt „Bayerische Demenzstrategie“ vor

Bayern verstärkt seine Bemühungen zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach stellte am 2. Februar die weiterentwickelte „Bayerische Demenzstrategie“ vor. Diese sei in einem umfangreichen Dialogprozess mit Fachleuten und Betroffenenverbänden aktualisiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst worden.

Judith Gerlach
„Eine demenzsensible Gesellschaft hört hin, wenn Worte fehlen, und sieht den Menschen, wenn Erinnerungen verblassen“, sagt die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach. Foto: Susie Knoll/ Stimmkreisbüro Judith Gerlach

„Aktuell leben in Bayern rund 270.000 Menschen mit Demenz. Bis 2030 wird diese Zahl auf 300.000 steigen, bis 2040 sogar auf 380.000“, erklärte Gerlach. Ziel der Strategie sei es, tragfähige Strukturen für die Zukunft zu schaffen und die Gesellschaft stärker für das Thema zu sensibilisieren.

Ein Novum sei die breite Beteiligung verschiedener Akteure: Neben den Staatsministerien waren erstmals auch Vertreter von Kommunen, Kirchen, Krankenkassen, privaten Trägern und Wohlfahrtsverbänden eingebunden. So sollen unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt und bestehende Maßnahmen weiterentwickelt werden.

Die Strategie legt besonderes Augenmerk auf die häusliche Unterstützung und Entlastung pflegender Angehöriger sowie auf Maßnahmen zur gesellschaftlichen Sensibilisierung. „Eine demenzsensible Gesellschaft hört hin, wenn Worte fehlen, und sieht den Menschen, wenn Erinnerungen verblassen“, betonte Gerlach.

Die neue Bayerische Demenzstrategie kann online unter www.bestellen.bayern.de bestellt und heruntergeladen werden. Weitere Informationen gibt es unter www.stmgp.bayern.de/pflege/demenz/.