Nachrichten
KAI Rechtstag: Tarifverträge und Krisensicherheit
Viele Intensivpflegedienste stellen auf Tarifverträge um oder gleichen ihre Verträge diesen an. Das sagt jetzt Franziska Dunker, Rechtsanwältin bei Völker & Partner, jetzt auf dem KAI Rechtstag in Berlin.
Tarifverträge seien in Teilen ein Wettbewerbsvorteil, da so mehr gezahlt werden könne und oft auch Rückwirkend nachvergütet werden kann. Letzteres sei aber nur mit bestimmten Kassen möglich, so die Juristin. Einige Kassen seien nur zu prospektiven Vergütungen bereit.
Peter Voshage und Sebastian Meißner von Pflegemarkt.com und Stephan Patke, Clusterleitung Nord bei opseo, gaben einen Überblick über die Entwicklung des Marktes in der außerklinischen Intensivpflege und darüber hinaus. Von insgesamt 490 Insolvenzen, die es seit 2023 gegeben habe, seien nur 14 Intensivpflegedienste gewesen. „Das Wachstum der Intensivpflegedienste hat sich zwar seit 2022 deutlich verlangsamt, die Branche wächst aber weiterhin“, so die Pflegemarkt-Experten. Die AKI sei systemkritisch und auch die allgemeine Krise in der Pflegebranche habe auf diesen Teil der Versorgungen wenig Einfluss.
Die stationäre außenklinische Intensivpflege sollte durch das GKV IPReG gestärkt werden. Das sei jedoch so nicht eingetreten, erklärte Stephan Patke. Die stationäre Versorgung sei in ihrer Leistungsfähigkeit weiterhin deutlich unterschätzt. Angesichts des perspektivischen weiteren Bettenabbaus in Kliniken und der alternden Boomer-Generation, die bald die größte Bevölkerungsgruppe stelle, brauche sich die AKI keine Sorgen um eine zu geringe Zahl an Patientinnen und Patienten machen, so Patke.
Veranstaltungstipp
Mehr aktuelles zur Außerklinischen Intensivpflege, darunter Vergütungsverhandlungen, Weaning, Überleitung und vieles mehr, gibt es am 10. und 11. September 2025 bei LUNA & KAI in Essen.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren