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Experten fordern „Reset“ in der Pflege

Eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung ist unumgänglich, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Dies ist die Kernaussage der Veröffentlichung „Strukturreform Pflege und Teilhabe III“ von Prof. Dr. Thomas Klie, Michael Ranft und Nadine-Michèle Szepan. Die Experten aus Wissenschaft, Praxis und Leistungsträgerbereich haben konkrete Handlungsempfehlungen für die neue Bundesregierung und den 21. Deutschen Bundestag formuliert.

Sozialrechtler und Häusliche Pflege Kolumnist Prof. Thomas Klie ist einer der drei Autor:innen der neuen Veröffentlichung. Foto: EH Freiburg/Marc Doradzillo

Die aktuelle Pflegeversicherung ist nach Einschätzung der Autor:innen weder demografiefest finanziert noch in ihrer jetzigen Form zukunftsfähig. Auch die Mehrheit der Bevölkerung teile diese Auffassung, so die Autor:innen. Die zentrale Herausforderung bestehe darin, die pflegerische Versorgung und Unterstützung in der Fläche sicherzustellen.

Kommunen als Schlüsselakteure stärken

Eine zentrale Empfehlung des Papiers betrifft die Rolle der Kommunen. Diese müssten „revitalisiert“ und befähigt werden, ihre Aufgaben im Bereich der Daseinsvorsorge unter Einbeziehung der Pflege wahrzunehmen. Zivilgesellschaftliche Akteure sollten dabei eingebunden und vernetzt werden.

Langfristiger Reformprozess notwendig

Die Autor:innen betonen, dass es um mehr als eine Weiterentwicklung des SGB XI geht. Der Reformprozess werde sich über mehrere Legislaturperioden erstrecken müssen. Sie fordern ein „ehrliches Zielbild“ der gesundheitlich-pflegerischen Versorgung in Deutschland, das auch die Kostenfrage einbezieht.

Die Veröffentlichung setzt die KDA-Schriftenreihe „Pflegepolitik gesellschaftspolitisch radikal neu denken“ fort und knüpft an frühere Publikationen zur Strukturreform Pflege und Teilhabe an.

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