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Studie belegt: Soziale Unterstützung reduziert Depressionen bei Demenzerkrankten
Eine neue Langzeitstudie zeigt, dass unterstützende soziale Beziehungen depressive Symptome bei Menschen mit Demenz deutlich verringern können. Die vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Greifswald durchgeführte Untersuchung wurde von der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) finanziert.
Dr. Iris Blotenberg aus der Arbeitsgruppe analysierte Daten von 334 Personen mit Demenz im frühen und mittleren Stadium über einen Zeitraum von vier Jahren. Die Teilnehmenden, im Durchschnitt 80,2 Jahre alt und zu knapp 60 Prozent weiblich, wurden jährlich zu ihrem emotionalen Befinden und ihrer sozialen Einbindung befragt.
Starker Zusammenhang zwischen Unterstützung und psychischer Gesundheit
Die Ergebnisse zeigen einen klaren Zusammenhang: Menschen mit Demenz, die sich emotional unterstützt, verstanden und sozial eingebunden fühlen, entwickeln signifikant seltener depressive Symptome. Während zu Studienbeginn 13,8 Prozent der Teilnehmenden depressive Symptome aufwiesen, zeigte sich am Ende ein deutlicher Unterschied:
- Bei geringerer sozialer Unterstützung: Fast jede dritte Person zeigte depressive Symptome
- Bei höherer sozialer Unterstützung: Nur etwa jede vierzehnte Person war betroffen
Praktische Konsequenzen für die Pflege
„Unsere Forschung zeigt, dass die psychosozialen Bedarfe von Menschen mit Demenz eine wichtigere Rolle in der Versorgung spielen sollten“, erklärt Dr. Blotenberg. Sie fordert, der Förderung sozialer Teilhabe in der häuslichen und stationären Pflege einen zentraleren Stellenwert einzuräumen.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Innovation in Aging“ der amerikanischen gerontologischen Gesellschaft veröffentlicht.
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