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Pflegedienst aus Nordhausen belegt bei Gesundheitsförderung Spitzenplatz
Der ambulante Pflegedienst Hund in Nordhausen belegt beim bundesweiten Wettbewerb „49 gewinnt!“ den zweiten Platz – und setzt ein starkes Signal für Gesundheitsförderung im Arbeitsalltag. „Was hier für die Kollegen gemacht wird, ist einsame Spitze“, berichtet Pflegefachkraft Kerstin Exner.
Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat den nordthüringischen Pflegedienst als eines von vier Unternehmen aus Thüringen im bundesweiten Ideenwettbewerb „49 gewinnt!“ ausgezeichnet. Die Ehrung fand laut vdek in Nordhausen statt, nachdem das Team die Preisverleihung in Berlin im November nicht persönlich besuchen konnte. Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitenden und zeichnet Ideen aus, die Gesundheit im Arbeitsalltag praxisnah fördern.
Der Pflegedienst Hund beschäftigt rund 20 Mitarbeitende und investiert seit Jahren in Maßnahmen zur Stärkung von Gesundheit und Zufriedenheit. Dazu gehören monatliche Massagen, regelmäßige Team-Events und Prämien für eine geringe Fehlzeitenquote. Aus dieser Unternehmenskultur heraus entstand die Wettbewerbs-Idee „Lernen, aber entspannt“. Das Konzept zielt darauf, die Gesundheitskompetenz der Beschäftigten langfristig zu stärken – etwa durch Expert:innen-Inputs zu Stressbewältigung und Entspannungstechniken. Mit dem zweiten Platz ist ein Sachbudget von bis zu 15.000 Euro verbunden, das 2026 zur Umsetzung dieser Maßnahmen genutzt werden soll.
„Was hier für die Kolleg:innen gemacht wird, ist einsame Spitze“, sagt Pflegefachkraft Kerstin Exner laut vdek. Die Wettbewerbsjury würdigte das Konzept, weil es zeigt, wie betriebliche Gesundheitsförderung auch in kleinen Betrieben praxisnah umgesetzt werden kann. Insgesamt erhielten rund 50 Klein- und Kleinstunternehmen bundesweit eine Auszeichnung.
In Thüringen wird die Koordinierungsstelle für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), eine Initiative der gesetzlichen Krankenkassen, vom vdek getragen.
Robert Schöning, Leiter der vdek-Landesvertretung Thüringen, betont laut Mitteilung: „Gesundheitsförderung muss da ansetzen, wo die Menschen sind – zum Beispiel auf Arbeit.“ Arbeitgeber hätten eine Mitverantwortung für die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Gut durchdachte Angebote könnten zudem im Wettbewerb um Fachkräfte ein entscheidender Vorteil sein.
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