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Aachen will Pflege-Modellregion entwickeln
Bei einem „Pflege-Zukunftsgespräch“ hat die „StädteRegion Aachen“ die regionalen Pflegeakteure an einen Tisch gebracht, um Netzwerke zu schaffen und Ziele für Bund und Land zu setzen.
Neben den Vertreterinnen und Vertretern der Praxis wie den Pflegekassen, der ambulanten und stationären Pflege oder auch den beiden Pflegebeauftragten der StädteRegion waren auch alle regionalen Abgeordneten aus dem Bundes- und Landtag eingeladen.
Claudia Liepertz von der Alzheimer Gesellschaft StädteRegion Aachen e.V. brachte es so auf den Punkt: „Der größte Pflegedienst der Nation sind die pflegenden Angehörigen. Wenn die nicht besser unterstützt werden und irgendwann nicht mehr können, bricht das ganze System zusammen.“ So sei es beispielsweise nicht einfach möglich, wenn ein Angehöriger einen Platz beim Pflegedienst verliert, schnell eine andere Unterstützung von dem dort nicht mehr eingesetzten Geld zu organisieren. „Das ist ein Punkt, den wir auf dem Schirm haben, das wird sich im Juli 2024 ändern. Dann können die Angehörigen das Budget besser selber einsetzen,“ wusste die Pflegegevollmächtigte des Bundes und Bundestagsabgeordnete aus der StädteRegion, Claudia Moll (SPD) hier schon direkt zu berichten.
Betreiber von ambulanten Pflegediensten haben ihrerseits immer wieder Probleme mit einer zeitnahe Abrechnung und Überweisung von Geldern der Krankenkassen. „Es gibt Fälle, in denen ich monatelang auf die Bezahlung von Rechnungen warten muss“, schilderte Georg Pähler vom Cura Pflegedienst. Es gebe in NRW aktuell eine regelrechte Insolvenzwelle bei den ambulanten Pflegediensten.
Ein Kernproblem – da waren sich alle Beteiligten einig – stellt der sich weiter verschärfende Fachkräftemangel dar. „Wir hatten geplant, eine neue stationäre Einrichtung zu bauen, haben jetzt aber erstmal die Finger davon gelassen. Es war absehbar, dass wir nicht genügend Personal dafür finden können,“ schilderte der Geschäftsführer von „Haus Hörn“, Manfred Vieweg.
Die Teilnehmenden seien sich einig gewesen, dass das Treffen dieser Art nun regelmäßig stattfinden sollen.
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