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AWO NRW-Tarifrunde: Arbeitgeber bieten 5,2 Prozent mehr – Verdi lehnt ab

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den AWO NRW-Arbeitgebern und Verdi endete am 4. März ohne Ergebnis. Die Arbeitgeberseite legte ein nachgebessertes Angebot mit einer Entgeltsteigerung von insgesamt 5,2 Prozent in drei Stufen vor. Die Positionen liegen laut beiden Seiten noch weit auseinander.

Foto: AWO NRW

Nach einem langen Verhandlungstag in Dortmund gingen die Tarifparteien der freien Wohlfahrtspflege in NRW erneut ohne Einigung auseinander. Laut Verhandlungsführer Gero Kettler hätten zwar beide Seiten den Willen zu konstruktiven Verhandlungen gezeigt, doch die Vorstellungen der Gewerkschaft und die finanziellen Möglichkeiten der Arbeitgeber klafften noch deutlich auseinander.

Die Arbeitgeber passten ihr Angebot noch während der laufenden Verhandlungen an. Konkret sieht der Vorschlag eine dreistufige Erhöhung vor: Ab dem 1. Mai 2026 sollen Löhne und Gehälter um 2,8 Prozent steigen, mindestens jedoch um 110 Euro monatlich. Zum 1. Januar 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 1,2 Prozent, eine dritte Stufe von erneut 1,2 Prozent greift ab dem 1. Juli 2027. Zusätzlich sollen alle Beschäftigten im April 2026 eine Einmalzahlung von 150 Euro erhalten.

Einen Schwerpunkt legte die Arbeitgeberseite auf Verbesserungen für Auszubildende: Die Ausbildungsvergütungen sollen zum 1. April 2026 und zum 1. Juli 2027 um jeweils 75 Euro steigen. Darüber hinaus ist ein zusätzlicher Urlaubstag für Auszubildende vorgesehen. Auch die Jahressonderzahlung soll von 60 auf 80 Prozent angehoben und die Zuschläge erhöht werden.

Die AWO appellierte an Verdi, in der nächsten Runde Kompromissbereitschaft zu zeigen. In Zeiten, in denen die Finanzierung sozialer Angebote und Dienstleistungen unter Druck stehe, brauche es eine bezahlbare Tarifeinigung, so die Arbeitgeberseite.