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BochumerBund kritisiert bpa-Äußerungen

Der BochumerBund kritisiert die Aussagen des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Dieser habe sich in einem Schreiben direkt an die Angestellten ihrer Arbeitgebenden gewandt und empfohlen, sich gegen den Aufbau der Pflegekammer Baden-Württemberg zu stimmen.

Jürgen Drebes, stellvertretender Bundesvorsitzender des BochumerBund und Mitglied der Kammerversammlung der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen Foto: privat

Für den BochumerBund sei „es dabei in keiner Weise nachvollziehbar, warum sich eine Organisation der Arbeitgebenden in die berufsspezifischen Angelegenheiten der  beruflich Pflegenden einmischt und derartige Empfehlungen ausspricht“.

Jürgen Drebes, stellvertretender Bundesvorsitzender des BochumerBund und Mitglied der Kammerversammlung der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, kritisiert mit deutlichen Worten: „Ein Arbeitgeber-Verband spricht den Arbeitnehmenden seiner Betriebe eine Empfehlung aus und hat dabei das Wohl der Arbeitnehmenden im Sinne – Wer das glaubt, glaubt auch, dass zum 24.12. die Geschenke direkt vom Nordpol unter den Weihnachtsbaum geliefert werden.“

„Der bpa wendet unter anderem als Argument gegen die Kammergründung ein, dass Pflegekammern die Gehälter von beruflich Pflegenden nicht erhöhen können, da dies eine Aufgabe sei, die den Gewerkschaften im Tarifstreit mit den Arbeitgebenden zufällt. Wenn die angemessene Entlohnung der beruflich Pflegenden dem bpa tatsächlich am Herzen liegen würde, so könnte er empfehlen, die Löhne der beruflich Pflegenden massiv zu erhöhen, doch stattdessen möchte der Verband verhindern, dass sich beruflich Pflegende in Pflegekammern organisieren und die eigene Profession selbstwirksam weiterentwickeln“, heißt es in einem Pressestatement der gewerkschaftlichen Interessenvertretung der beruflich Pflegenden.