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Caritas Dinslaken/Wesel rechnet nach Cyberangriff mit hohen Schäden
Nach einem Hackerangriff ist die IT der Caritas Dinslaken/Wesel weitgehend lahmgelegt. Der Verband hat keinen Zugriff auf zentrale Daten. Die finanziellen Folgen könnten bis zu 500.000 Euro betragen, beziffert Caritasdirektor Michael van Meerbeck den Schaden gegenüber der Rheinischen Post (RP).
Der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesell steht nach einem Hackerangriff vor erheblichen organisatorischen und finanziellen Problemen. Seit dem Morgen des 24. Novembers ist der Zugriff auf interne Server nicht möglich. Rund 20 Terabyte Daten sind betroffen. Die Angreifer haben die Server gehackt, die Daten aber bislang nicht freigegeben. Nach Angaben des Verbandes wird der Zustand noch mehrere Wochen andauern.
Alle Rechner, die von Mitarbeitenden genutzt wurden, müssen vollständig gelöscht und neu aufgesetzt werden. Erst danach können wieder regulär neue Daten eingegeben werden. Solange die Server gesperrt sind, bleibt nur ein Notbetrieb. Mitarbeitende kommen jeden Abend in den Hauptsitz und geben dort ihre Daten ein. Das bedeutet zusätzliche Wege, Zeitverlust und eine hohe Belastung für die Beschäftigten, sagt Caritasdirektor Michael van Meerbeck.
Der Angriff hat auch massive finanzielle Konsequenzen. Van Meerbeck schätzt die Kosten für die Schadensbehebung auf 350.000 bis 500.000 Euro. Unklar ist, ob und in welchem Umfang eine Versicherung einspringt. Bisher sind nach Angaben des Verbandes Kosten von rund 100.000 Euro angefallen.
Aus Sicht des Caritasdirektors legt der Vorfall eine gravierende Sicherheitslücke offen. Cyberangriffe auf Verwaltungen und soziale Träger seien kein neues Phänomen. Schon vor 20 Jahren habe man entsprechende Angriffe erlebt. Damals sei die Datenerfassung noch papierbasiert gewesen. Heute seien Organisationen digital vernetzt und dadurch deutlich angreifbarer.
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