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Insolvenz: Pflegewerk-Gruppe übernimmt Kenbi-Einrichtungen im Osten

Die Berliner Pflegewerk-Gruppe wird neuer Betreiber der Kenbi-Einrichtungen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Kenbi hatte im März 2025 Insolvenz angemeldet. Für die Kenbi-Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen laufen die Verhandlungen laut Insolvenzverwalter in einem „weit fortgeschrittenen Stadium“.

Das insolvente Unternehmen Kenbi hat einen neuen Betreiber für seine Einrichtungen im Osten Deutschlands gefunden. Bild: Adobe Stock/Vitalii Vodolazskyi

Laut Insolvenzverwalter Dr. Gregor Bräuer von der Kanzlei Streitbörger wurden sämtliche Kenbi-Standorte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt auf die Pflegewerk-Gruppe mit Sitz in Berlin übertragen. Die Übernahme trat rückwirkend zum 1. Juni in Kraft, nachdem der Gläubigerausschuss zugestimmt hatte.

Für die rund 470 Beschäftigten sowie die betreuten Personen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt bedeutet dies laut Bräuer einen „nahtlosen Übergang“. Alle Versorgungsverträge und Arbeitsplätze würden vom neuen Betreiber übernommen. Die Pflegewerk-Gruppe gehört zu den 15 größten Anbietern für ambulante Pflege in Deutschland und ist bereits in Brandenburg aktiv.

Standorte in NRW und Niedersachsen werden forgeführt

Die Kenbi-Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden bis zum Abschluss der Gespräche in vollem Umfang fortgeführt. „Für die in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen von Kenbi betreuten Personen ist die Pflege weiterhin sichergestellt, und die Beschäftigten werden weiter bezahlt“, betonte Insolvenzverwalter Dr. Gregor Bräuer von der Kanzlei Streitbörger.

Insgesamt betreute Kenbi rund 2.500 Pflegebedürftige an etwa 50 Standorten in den vier Bundesländern. Ende März hatte die Unternehmensgruppe Insolvenz angemeldet. Seitdem wird sie von Insolvenzverwalter Bräuer fortgeführt, der einen Erhalt der operativen Einrichtungen durch Übertragung an neue Betreiber anstrebt.

Auch für die Kenbi Markt GmbH mit Sitz in Berlin, die als „Kenbi Akademie“ Online-Fortbildungen und Schulungen für Pflegekräfte anbietet, wurde eine Investorenlösung gefunden. Der Geschäftsbetrieb wird von einer Gesellschaft übernommen, hinter der der Kenbi-Mitgründer Clemens Raemy steht. Die sieben Arbeitsplätze des Unternehmens bleiben erhalten.